Tesla Autopilot nicht schuld am Unfall

Bild: Tesla Motors

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Nachdem ein Mann im Mai bei einem Unfall mit seinem Tesla Model S ums Leben kam, flammte die Diskussion über die Sicherheit des Autopiloten erst richtig auf. Aber laut US-Behörden ist nicht die Technik, sondern der Fahrer für das Unglück verantwortlich.

Bild: Tesla Motors

Nach einer sechsmonatigen Untersuchung hat die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA jetzt erklärt, dass es bezüglich des Tesla-Autopiloten keine Hinweise auf sicherheitsrelevante Defekte gab und es somit auch keinen Rückruf für Tesla-Stromer geben wird. Darüber hinaus fand die Behörde, dass Unfälle mit Fahrzeugen von Tesla seit der Einführung des Autopiloten um rund 40 Prozent zurückgegangen sind. Konkret gab es vor 2014 1,3 Unfälle pro gefahrenen eine Million Meilen. Danach sei die Unfallrate auf 0,8 pro Millionen Meilen gesunken.

Der Autopilot war zum Zeitpunkt des Unfalls in Florida im Mai 2016 aktiviert und der Fahrer hatte dem Model S wohl voll und ganz die Kontrolle überlassen. Das entfachte eine hitzige Debatte über die Sicherheit des Systems und auch über den Namen. Trotz Hinweisen des Autoherstellers, dass ein Fahrer immer bereit sein muss, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen, verleite der Name „Autopilot“ zum Gegenteil, sagte z.B. „Consumer Reports“.

Dem widersprach die NHTSA nun, denn letztlich handele es sich um ein Fahrerassistenzsystem und erfordere somit die volle Aufmerksamkeit des Fahrers. Deswegen sei er selbst für den tödlichen Unfall verantwortlich.

Alle Fahrzeuge von Tesla Motors, die nach Oktober 2016 ausgeliefert wurden, sind zudem mit einer neuen Hardware ausgestattet, die den Autopiloten noch sicherer machen und am Ende dann wirklich vollautonomes Fahren ermöglichen soll. Die Software für den „Enhanced Autopilot“ wurde jetzt auf alle kompatiblen Modelle überspielt, allerdings noch nicht aktiviert. Wenn das passiert, kann das Fahrzeug selbstständig lenken, parken und die Spur wechseln sowie per App gerufen werden.

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10 Gedanken zu “Tesla Autopilot nicht schuld am Unfall

  1. Welch Wunder! Wenn ich mit eingeschaltenem Tempomat, sagen wir 120 kmh ausserorts, durch eine „70“er Kurve fahre und in den Gegenverkehr komme, ist auch nicht der Hersteller schuldhaft.

    please use your brains!!!!

  2. Einige Flugzeuge haben auch Autopiloten und trotzdem sitzen menschliche Piloten im Cockpit, von denen allzeitige Aufmerksamkeit gefordert wird 😉

  3. „Wenn das passiert, kann das Fahrzeug selbstständig lenken, parken und die Spur wechseln sowie per App gerufen werden.“
    Der Traum meiner Jugend wird wahr, denn aus K.I.T.T. wird Tesla. 😉

  4. Tja, in Flugzeugen gibt es auch Autopilot. Da macht der Pilot schon mal ein Nickerchen. Oh, da gibt es ja noch einen Co-Piloten, der dann im Ernstfall übernehmen kann. Ich traue diesen Systemen sowieso nicht über den Weg. Bevor ich so etwas kaufe, fahre ich lieber selbst. Vielleicht ist das etwas altmodisch, aber ich bin letztendlich verantwortlich.

  5. Wenn der Fahrer den „Autopiloten“ (der ja keiner ist) zuschaltet ist logischerweise auch der Fahrer verantwortlich dafür, wenn dann etwas damit passiert. Hat ihn schließlich keiner dazu gezwungen den zu nutzen. Zumal er ja auch noch gegen die Hinweise von Tesla, das Assistenzsystem als Autopiloten nutzte. Was wir aber auch schon im Mai „alle“ wussten. So einen wirklich neuen Informationsgehalt kann ich dem Artikel jetzt nicht wirklich entnehmen, außer etwas vagem Geschwurbel um statistische Unfallzahlen, die nichtssagend sind, solange man nicht die zu Grunde gelegten Basisdaten kennt. Aber Hauptsache mal wieder etwas geschrieben.

  6. Selbstfahrende Systeme werden in kurzer Zeit ein Bestandteil aller Fahrzeuge sein, genau wie ABS, ASR usw. Die einzelnen Komponenten wie Sensoren, Kameras und Auswerte bzw. Steuergeräte werden als Paket von den entsprechenden Zulieferern an alle Hersteller geliefert werden und stellen dann kein Alleinstellungsmerkmal für irgend einen Hersteller mehr dar. Eine Erprobungsphase mit Kundenfahrzeuge, wie bei Tesla praktiziert, wird es bei großen Herstellern vmtl. nicht geben – das Risiko ist denen viel zu gross.

  7. >>>Gustavo Woltmann

    Sie verwechseln, die die allermeisten anderen auch, ein teilautomos System, mit einem vollautonomen Wagen! Nach zig tausend KM mit dem Autopilot muss ich Ihnen sagen, es gibt nix besseres und entspannenderes auf der Autobahn so ein System zu nutzen.

    Auch zwingt Sie NIEMAND das System zu kaufen! Es muss schon extra bestellt werden, und dann auch JEDESMAL aktiviert werden.

    und im übrigen, sind Sie auch mit Autopilot VOLL und GANZ für das Auto und deren Fahrweise verantwortlich…

  8. @nono: Vielleicht fährt der auch demnächst selbstständig zum SC und kommt nach der Strommahlzeit artig zurück zu Herrchen. Das wär dann K.I.T.T 2.0 😉

  9. Schade, dass das „zum tanken fahren“ immer noch so in den Gehirnen der Leute eingebrannt ist!

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