Ladeverbund Franken+: Laden per Mobilfunkrechnung

Der Ladeverbund Franken+ führt ab dem Frühjahr ein neues Bezahlsystem per Handy ein. Ein Pilotprojekt mit ersten Säulen soll bereits kommenden Montag an den Start gehen.

Anzeige

Ab Beginn der kommenden Woche können die Ladesäulen der Stadt- und Gemeindewerke Rückersdorf, Forchheim und Erlangen per SMS freigeschaltet werden. Bezahlt wird dann auch per Handy – die Ladekosten landen direkt auf der Mobilfunkrechnung. Zudem gibt es die Möglichkeit direkt in App zu zahlen oder auch ein Prepaid-Guthaben zu erwerben.

Hinter dem Bezahlsystem verbirgt sich TraviPay, ein Payment-Service, der z.B. auch für das elektronische Bezahlen auf öffentlichen Parkplätzen und in Parkhäusern genutzt werden kann. Das System ist ein Produkt des Erlanger IT-Unternehmen sunhill technologies, das wiederum seit 2015 eine Tochtergesellschaft der VW Financial Services AG ist.

Wer Kunde bei den Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone, Mobilcom, Debitel oder O2 ist, kann die App ohne weitere Voranmeldung nutzen. Bei anderen Handynetzen muss sich ein Elektroautofahrer vorerst auf der Webseite TraviPay.com anmelden.

Der „Mobilitätsassistent“ TraviPay kann für Whitelabel-Lösungen genutzt werden, wie z.B. in der Oberpfalz. Und in Hamburg kooperiert man beispielsweise mit Stromnetz Hamburg, um auch dort geladenen Strom bequem per Mobiltelefon zu bezahlen.

Mit TraviPay will Franken+ aber keinesfalls eine Insellösung schaffen. Der Ladeverbund ist Teil den intercharge-Netzwerks und akzeptiert weiterhin Zahlungen über die App des Roaming-Verbunds und Karten der Roaming-Partner.

Ladeverbund Franken+: Laden per Mobilfunkrechnung: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 2,44 von 5 Punkten, basieren auf 18 abgegebenen Stimmen.
Loading...
Anzeige
Alle Updates erhälst du auch via
Tausche dich im Elektroauto Forum auf GoingElectric mit anderen über das Thema aus.

23 Gedanken zu “Ladeverbund Franken+: Laden per Mobilfunkrechnung

  1. Passend zum Vorthema: Jeder kocht sein eigenes Süppchen.

    Da in den Medien Bargeldzahler mittlerweilen als dealer oder zumindest Zuhälter abgestempelt worden sind, und EC Karte ja soooo unglaublich old school ist, muss das hippy geile E-Auto natürlich mit dem Stasi Deppenphone geladen werden können. big brother is fucking you…

  2. Müssen immer SO VIELE sachliche Fehler in dieser Kolumne kommen?

    – „Möglichkeit ein Prepaid-Guthaben zu erwerben“? Nein, gibt es nicht.

    – „Der Ladeverbund akzeptiert weiterhin Zahlungen über die Roaming-Verbunds und Karten der Roaming-Partner“: Das hat er noch nie akzeptiert.

  3. Achso.. Und ich komme nachts um 0 Uhr da an und muss mich dann erstmal Registieren, weil ich einen anderen Anbieter habe.

    Was ist denn so schwer an einen EC-Kartenlesegerät? hat jeder Zigarettenautomat??

  4. Den Ladeverbund Franken werde ich ohne Not mit dieser SMS Bezahlmethode nicht nutzen. Wenigstens „Roaming“ mit Karten wie „The New Motion“ oder „PlugSurving“ sollte möglich sein.

  5. @Meise
    Vielleicht waren die beiden Sätze etwas arg knapp.

    Die Abrechnung via Travipay ist sowohl über die Mobilfunkrechnung als auch Guthaben möglich. Wie auf der von JP verlinkten Seite zu lesen ist, sollen die Säulen zudem über Intercharge im Roaming nutzbar sein.

  6. Man möge sich mal vorstellen, jeder Tankstelle hätte ihr eigenes Abrechnungssystem. Da wäre was los…

  7. Sowohl die Auto-Hersteller als auch die Stromversorger lernen einfach nicht dazu! Jeder kocht weiter sein eigenes Süppchen und schaden damit sich und der deutschen Wirtschaft. Vorreiter in der E-Mobilität. Ich lache mich tot. Wenn ich von Moers nur in die Nachbarstadt Duisburg fahre müsste ich mich schon wieder eines anderen Vertrages bedienen. Und diese Nachricht bestärkt mich nur. Tiefste Mittelalter. Konsequenz: Siehe Kodak.

  8. Es gibt da eine ganz einfache Regel, die gilt eigentlich für verschiedene Dinge im Leben:

    Wenn es Blödheit nicht ist, kann es nur pure Absicht sein!

    Schon lustig, das sich Deutschland immer so in der Sonne feiern lässt, wegen Ökostrom und so, aber die Umsetzung ist an strunzdämlicher Beamtenvorbortheit einfach durch garnichts in der Welt zu überbieten.

  9. Und das allerbeste ist, dass örtliche Kunden zu einem recht günstigen Tarif laden können und Touristen müssen mehr als das doppelt für das „Tanken“ bezahlen.
    Was soll das?
    Der lokale E-Autofahrer lädt meist zu Hause. Da die Region Oberfranken doch sehr touristisch ist, bleibt so eine Preisgestaltung völlig sinnfrei.
    Damit steht fest, dass ich Franken+ konsequent meiden werde. In Bamberg und Umgebung gibt es ja noch innogy und NewMotion.

  10. In Augsburg konnte man die Säulen von LWE bereits vor 4 Jahren per SMS freischalten. SMS-Text = Säulenummer und Ladedauer. Kosten wurden dann über die Telefonrechnung einbehalten. Easy! Keine Registrierung, kein Smartphone nötig, schnell & unkompiliziert!

    Schade, dass sich das scheinbar nicht durchgesetzt hat.

  11. Wenn man es mal ohne Vorbehalte und wider besseres Wissen (von wg. big brother is watching you, etc) betrachtet, ist es eigentlich nur die konsequente Zusammenführung von Allem. Es ist egal ob man 20 Apps auf dem Smartphone hat oder mit einer bei 20 Stromanbietern laden kann. Das entscheidende ist das Wort APP. Muss ja alles zusammen, sonst kein „Internet of Things“. Und die Diskussion um die Abschaffung des Bargeldes gehört auch dazu und passt darein. Ziel: Gläserner Benutzer und jedes Stück Technik kommuniziert mit dem Anderen. Ist toll und komfortabel, hat aber eventuell Nebenwirkungen. Und wie bei allem, wird man einen Tot sterben müssen.

  12. @Herbert,
    ja, Kunden zahlen für 0,60 EUR und Nicht-Kunden 1,40 EUR je 15min bei einer Ladegeschwindigkeit von beispielsweise 11kW/h.

  13. 1,40 EUR je 15min bei 11 kW sind 4,80 EUR pro 11 kWh, also 0,436 EUR pro kWh. Das ist nicht gerade günstig, während die 0,60 EUR pro 15min für deren Kunden gerade mal 0,218 EUR pro kWh sind, was sehr günstig ist. Wir können aber nun mal nicht alle Kunden von allen Stromanbietern sein. Was kostet das, wenn man mit einer TheNewMotion Karte kommt? Akzeptieren die die überhaupt bzw. kann man die dazu „überreden“?

  14. Ja, EC bzw. „Geldkarte“ ist billig und wurde genau für Kleinstbeträge entwickelt. Dummerweise arbeiten die Geldkarten-Systeme Offline und auch EC-Zahlung ist relativ anonym.
    Man will aber möglichst viele private Daten und Abhängigkeiten schaffen! Einfach und zuverlässig steht da nicht im Pflichtenheft. Kann man auch sehr schön in der Umfrage herauslesen, die gerade wieder läuft …

  15. Bei der scheinbaren SMS-Lösung bitte bedenken, dass es namhafte Mobilfunk-Provider gibt (z.B. 1 und 1, als Abfallprodukt des Internet-Vertrages) die keine Abrechnung für Dritte über den Mobilfunk-Vertrag anbieten. Und es gibt immer noch Mobilfunklöcher in Deutschland. Zusätzlich SMS ja, aber bitte auch über die üblichen überregionalen Abrechnungsanbieter TNM und Plugsurfing.

  16. >>>Was kostet das, wenn man mit einer TheNewMotion Karte kommt?<<<

    hab kürzlich, zum Glück nur einmal, über NewMotion bei allego geladen. 17 kWh für 16,xx Euro. Einmal und nie wieder! Da fahre ich mit der S-KLasse und V8 bei Vollgas günstiger.

    Wenn erstmal die ganzen Idioten vom Typ BMW, Audi und Mercedes mitmischen bei der e-mobilität, dann gute Nacht.

    auf zu tesla und und max. 4 euro pro 100 KM….

  17. @Herbert: Eigentlich sieht man die Preise bei TheNewMotion vorher im Web oder der App. Da sollte es normalerweise keine Überraschungen geben. Fast ein Euro pro kWh ist in der Tat Nepp, aber das liegt dann aber an allegro, nicht an TheNewMotion. Die geben die Kosten in der Regel nur weiter.

  18. ich hab nichts gegen NM geschrieben, sondern gegen meine genannte Ladung!

    NewMotion als Karte ist mit das beste was es gibt!

    allegro, ich schreib das seit dem bewusst so!, lässt sich also noch 30 cents Parkgebühr pro Minute bezahlen.

    Die können Ihre Ladesäulen behalten. hängen bestimmt ganz tief im after der dt. Automobilindustrie…

    wobei, dieses Segment an Haptik wird kaum noch jemand interessieren, wenn Trumpp und China ernst machen!!

    Dt. Autos sind so wichtig, wie die Mücke am Arsch einer Kuh an der Autobahn, auf der man minimum 500 KM weit fährt..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.