Faraday Future stellt das E-SUV FF 91 in Las Vegas vor

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Das amerikanische Startup Faraday Future hat auf der CES in Las Vegas seinen nächsten Coup enthüllt – ein rein elektrisches SUV mit 700 Kilometern Reichweite.

Bild: Faraday Future

Bereits 2018 soll der FF 91 in den USA auf die Straße kommen und mit einer Leistung von 783 kW (1.050 PS) und einer Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in weniger als 2,4 Sekunden ein echtes Fahrerlebnis werden. Das SUV ist mit einer 130 Kilowattstunden großen Batterie ausgestattet und soll eine Ladeleistung von sage und schreibe 200 kW haben.

Der Innenraum bietet Platz für vier und viel, sehr viel Beinfreiheit. Denn klein ist der FF 91 nicht. Er ist 5,25 Meter lang, 2,28 Meter weit und knapp 1,60 hoch. Der Radstand liegt bei 3,20 Metern.

Natürlich ist der Newcomer voll vernetzt und kann mit dem Handy, der Stimme oder per Touchscreen bedient werden. Dank zehn Kameras, 12 Sensoren, 13 Radars und einem 3D-Lidar, kann sich das Elektroauto auch ohne menschliche Hilfe auf der Straße zurechtfinden. Anders gesagt, der FF 91 kann auch autonom fahren. Zudem soll die Bordtechnik so intelligent sein, dass sie die Vorlieben des Fahrers erlernt und zum Beispiel weiß, welche Fahrweise oder Temperatur dieser bevorzugt.

Doch auch wenn der Prototyp Realität geworden ist, so bleiben viele Fragen offen. Zum Beispiel, wie es um die Fabrik des Herstellers in Nevada steht. Kurz vor Jahresende wurde berichtet, dass die Bauarbeiten dort zum Stillstand gekommen sind und dem chinesischen Finanzier angeblich das Geld ausgegangen sei. Auch viele der eingekauften Spezialisten sollen das Unternehmen wieder verlassen haben.

Aber Faraday Future verliert nicht das Gesicht und sieht sich weiterhin als der Automobilhersteller und Technikkonzern, der die Industrie revolutionieren wird. Man feiert die Erfolge der vergangenen vier Jahre, wie z.B. die Präsentation des E-Flitzer-Konzepts FFZERO1 auf der CES 2016.

Firmenchef Nick Sampson bezeichnete das SUV als „neue Spezies“ und dessen Enthüllung als den ersten „Tag einer neuen Mobilität“, als er vor hunderten geladenen Gästen in Las Vegas auf die Bühne trat. Wer Teil dieser neuen Ära werden will, kann den FF 91 (zumindest in den USA) auf der Firmenwebseite für 5.000 Dollar reservieren. Mal sehen, was der Konzern für Europa im Petto hat.

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18 Gedanken zu “Faraday Future stellt das E-SUV FF 91 in Las Vegas vor

  1. Dieses Auto zeigt, das Elektromobilität nicht zwangsläufig zu intelligenteren Autos führen muss. Wer wartet wirklich auf ein Auto, das zur Fortbewegung von 4 Personen 1050 PS benötigt ? Was die Enthüllung dieses elektrischen Monsters mit dem „ersten Tag einer neuen Mobilität“ zu tun hat, bleibt das Geheimnis seiner Erfinder !

  2. Ich find das Auto nur ein noch sportlicher Model S mit 130 KWh und mehr PS 😉
    Das Design find ich aber nicht schlecht, aber sehr große Auto muss ich mal sagen.

  3. Ein Spielzeug für gelangweilte Tesla Millionäre …
    Wer bitte schön will sich in ein autonom fahrendes Fahrzeug eines Startups setzen?
    Es dauert viele Jahre, bis so ein Fahrzeug zur Marktreife gelangt.

  4. … und dann kommt morgen der nächste 3-Käse-hoch-Hersteller und kündigt eine Auto mit 2.000 PS und 400 kW Batterie an.
    Es wird langsam lächerlich und schadet am Ende der Branche, wenn nichts handfestes mehr tatsächlich auf den Markt kommt und nur noch Luftschlösser versprochen werden.

  5. Und ich dachte die bringen etwas für die Allgemeinheit! Hatte so den Anschein….

  6. Das war im übrigen auch eine der schlechtesten Präsentationen die ich jemals gesehen habe.

  7. Die sieht man deutlichst, das die petrol brains all den geisten Müll mitnehmen und beim E-Auto genau die selbe freakshow abziehen. Von der grauseligen Optik des im Artikel besprochenen Wagens ganz abgesehen. Schade um die sinnlose Ressourcen Vergeudung.

  8. >>>Er ist 5,25 Meter lang, 2,28 Meter weit und knapp 1,60 hoch.<<<

    Weite Autos? Wohl eher breit.

    5 Euro fürs Kontrolllesen bitte auf mein bekanntes Konto.

  9. Jetzt wird es lächerlich!
    Schade für die ganze Branche. Spätestens jetzt denkt der „Normal(diesel)bürger“ dass e-Mobilität nur etwas für Freaks ist, und das zurecht. Einen großen e-Motor in ein Auto einbauen kann heut zutage ja schon jeder Handyhersteller wie man weiß. Aber ein sinnvolles Auto bauen eben nicht und darin liegt die Kunst.
    Obwohl, wenn es den mit Anhängerkupplung gibt, ist es vieleicht ja was für den Landwirt, der mal eilig sein Feld umpflügen möchte. Oder für den Astronaut, der gern sein eigenes Fahrzeug mit auf die Firmenreise mitbringt 😉

    Wenn dieses Auto unsere Zukunft ist, fahre ich mit der Bahn, oder steige wieder um auf Verbrenner.

  10. Der Akku mit 135 kWh ist ja ok, aber das Gesamtpacket ist einfach nur lächerlich. Die Basis eines SUVs ist ja okay, da will „der Markt“ eben momentan. Nur sollte man das bitte auch dann konsequent so auch umsetzen. Anhängerkupplung und 7 Sitzer. Wenn so ein Monster schon 1 Million PS hat, dann will ich auch damit einen 3 Tonnen Wohnanhänger ziehen können. Quer über die Rocky Mountains, oder zur Not „nur“ über die Alpen.

    DANN macht es auch Sinn, wenn der Wagen einen 200 kw Lader verbaut hat! Real, ohne Anhänger, wird der Wagen einen Verbrauch von 22 bis 26 kWh auf 100 KM haben. Also nix von 700 KM. Das mag auf einem Salzsee beim „Im Kreis“ fahren möglich sein.

    Die Eckdaten von dem Wagen sind super, die Ausführung eben typisch – dazu das naive Zuschauergekreische, typisches US Sektengetue.

  11. Das Design ist einfach nur lächerlich. So ’ne Mischung aus Peugeot und Ami-Schlitten, echt gruselig. Wer will denn so was haben?

  12. Da hat aber mal einer eine Autobombe im Tesla Stall gezündet. Anstatt sich über eine Neuerscheinung zum Jahresanfang auf dem mit neuen Modellen ja nicht gerade gesegneten Elektroautomarkt zu freuen, wird dieses zierliche Wägelchen von einigen Forumsmitgliedern gleich mal in Grund und Boden gestampft – schade. Einer schreibt, das die Eckdaten (Abmessungen, Leistung, Akkuinhalt, Reichweite etc.) wirklich Klasse sind (die Spitzenwerte von Tesla werden ja um z.T. 40-50% getoppt), das Gesamtkonzept trotzdem lächerlich ist – wie muss ich das verstehen? Einem anderen versetzt die Vorstellung des Fahrzeuges einen derartigen Schock, dass er der Elektromobilität den Rücken kehrt und sich einen Stinker kauft – oder zumindest Eisenbahn fährt ( erinnert mich an die erste Fahrt des Adlers, da dachten auch einige man wird wegen dem Tempo blind). Und warum jedes Auto zwingend eine Anhängerkupplung braucht und sieben Sitze haben muss erschliesst sich mir auch nicht – bei meinem Zoe haben auf 70000km ein einziges Mal hinten 2 Menschen gesessen zu 99% fahre ich allein oder mal mit einem Beifahrer. Wenn ich 7 Sitze brauche, miete ich mir einen VW-Bus (evtl.mit Ahk). Ausserdem soll der FF91 ja in Amerika auf den Markt kommen und da braucht man evtl. so ein Fahrzeug um entspannt von Los Angeles nach New York zu reisen (macht das mal mit nem Zoe) – oder er ist deshalb so gross geworden weil man Platz für den grossen Akku brauchte. Was hat eigentlich ein intelligentes oder sinnvolles Auto mit der Leistung und der Anzahl der Sitzplätze zu tun? Ist ein Auto mit 1000 PS sinnlos und eines mit 700PS (Tesla) sinnvoll, oder endet die Sinnhaftigkeit eines Fahrzeuges bei 350 PS (Tesla) oder bei 170PS (Mercedes/BMW) oder bei 85PS(Zoe)? So betrachtet wäre mein alter (immer noch gut fahrender) VW Citystromer II eines der wenigen sinnvollen Fahrzeuge, der hat nämlich 5 Sitzplätze, einen 15kw Motor und fährt noch 100km/h schnell. Braucht der Wagen mit dieser Leistung dann wirklich nur 25kwh auf 100km finde ich das nicht zuviel, da mein VW mit einem Motor der 2% dieser leistung hat auch nicht viel weniger braucht – da sieht man mal was neue Technik kann. Bei der Vorstellung des Fahrzeuges in Las Vegas war ich nicht dabei und was ich auf dem Video sehe und höre unterscheidet sich kaum von anderen Veranstaltungen dieser Art. Das Gestottere von Elon ist auch nicht besser, und die Amis kreischen sogar bei einem neuen Handy, wobei ich auch keinen grossen Unterschied zu den Menschen bei uns sehe, die sich wegen einem neuen Auto (welches vermutlich erst in einigen Jahren käuflich sein wird) anstellen, 1000€ bezahlen und selbigen Blödsinn auch noch öffentlich dokumentieren. Zum Design des Fahrzeuges möchte ich nur anmerken, dass aus meiner Sichtweise der eher plump gezeichnete Tesla X auch keine Designoffenbarung ist und gegen den soll er ja antreten.
    Ansonsten allen noch ein frohes, gesundes 2017, immer ein bisschen mehr Strom im Akku als benötigt und eine unfallfreie Fahrt, ganz egal ob elektrisch oder fossil und „stay cool“

  13. Naja, da haben schon beide Seiten irgendwo recht. Auf der einen Seite sind die Eckdaten nicht übel, und ich zumindest finde die Karre ja auch ganz hübsch, auch wenn ich kein Freund von Stadtpanzern bin, schöner als ein VW Tuareg ist er allemal.
    Auf der anderen Seite ist das halt wieder ein Auto für Leute mit zuviel Geld, ich schätze, den wird es, falls überhaupt, nicht unter 180k geben. Klar, Startup, die brauchen Asche, und die macht man nicht mit der Zoe-Klasse.
    Und worauf die Masse, und Herbert vermutlich auch, wartet, was aber auch ein Ampere-e noch nicht bringt, ist immer noch ein familien- und urlaubstaugliches Auto. Ein Ioniq mit 60kWh würde das für meine 4 Köpfe erfüllen, Herbert braucht vielleicht mehr, weil er Anhänger zu ziehen hat.
    Bis dahin begnüge ich mich wohl mit meiner Zoe, mit der im Winter selbst ein 120km-Trip zum Abenteuer wird, und für den Urlaub muss ich mir halt die Lokomotive meines Papas ausleihen…

  14. Lächerlich, ein solches Monster für 4 Personen… Eine weitere Fehlentwicklung, wie der i3. Wer bringt endlich ein familientaugliches und bezahlbares Auto, mit 5 und mehr Sitzplätzen?

  15. @Stoner

    zu was sollte man sich einen Extrem SUV kaufen, mit 4.000 PS, wenn dann nur max. zwei Deppen damit rumfahren? Und dann noch mit 2,x Sekunden. Wow. Da staunt der Laie.

    Ist ja toll, so eine Machbarkeitsstudie. Würde man diese Technik, nicht ganz so extrem, im Massenmarkt einsetzen, vorallem den Akku und die Ladetechnik – wir hatten morgen sämtliche Argumente GEGEN das E-Auto vom Tisch.

    aber so, haben wir einfach wieder nur einen verlängerten Deppenpenispanzer.

  16. @Stoner: Das ist unbestritten ein tolles Auto. Nur schade, dass es wahrscheinlich nie gebaut werden wird, da noch nicht mal die Fabrik dafür existiert.

    Die Elektromobilität geht aber nicht über solche „Superautos“ sondern über den Massenmarkt. Zugegeben hat auch das TELSA noch nicht geschafft. Aber die kommen dem Ziel bald ein großes Stück näher.

    Es ist tatsächlich verhältnismäßig einfach einen 1MW Motor und 130kWh Akku in ein Auto zu packen. Dies aber in einer Massenfertigung zu produzieren ist noch eine ganz andere Hausnummer.

  17. @stoner: Die, die über Faraday Future herziehen, ziehen nicht über das Auto, oder die angepriesenen Werte her. Sie ziehen über die Tatsache her, dass bisher bei dieser Firma ALLES falsch lief was nur falsch sein kann, ebenso bei der investierenden Mutterfirma LeEco.

    Auf gut deutsch, Die stehen nur da und labern müll, sind warscheinlich finanziell schon ruiniert und ziehen eine dicke Show ab, in der Hoffnung damit ein paar Leute über den Tisch ziehen zu können.

    Mitläufer, die mal schnell das schnelle Geld per Tesla-Kopie machen möchten.

    Kann ja klappen, ist aber unwarscheinlich.

  18. Und DU? Dicke Hose, die Taschen voller Geld und das oben erwähnte Auto gibts eh nicht zu kaufen! Dafür Müll verbreiten, über Dinge die nicht lieferbar, bzw. noch gar nicht angedacht sind.

    Aber Respekt, das Du schon 2 Stück Faraday FF 91 vorreserviert hast. Wir gehen auf die Knie für so unglaublich dicken Eiern.

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