Wie viel Energie steckt wirklich im Tesla?

Bild: Tesla

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Wie viele Autohersteller, zählt Tesla einfach die potentielle Kapazität der Batteriezellen zusammen, um die Batteriegröße festzulegen. Nur sind bei 90 Kilowattstunden brutto selten auch 90 davon nutzbar.

Bild: Tesla Motors

Der amerikanische Tesla-Fahrer und Tüftler Jason Hughes war der erste, der die genaue nutzbare Kapazität ermittelte. Er hatte eine Batterie des Tesla Model S 85D auseinandergenommen und fand heraus, dass zum einen gar nicht 85 sondern 81 kWh drin waren und die Nutzkapazität zum anderen bei 77 kWh lag.

Auf Nachfrage des U.S.-Portal „Electrek“ erklärte Tesla, dass Entladevorgänge immer etwas mit der Temperatur und der Entladerate zu tun haben. Deswegen könne dies zu Hause nicht einfach eins zu eins nachgeahmt werden.

Hughes reichte die Erklärung scheinbar nicht aus, denn diesmal hat er direkt den Zugang zum Tesla-Energiemanagement gehackt und mehre Modelle unter die Lupe genommen.

Hatte das originale 60 kWh-Model S nur 58,5 kWh nutzbare Batteriekapazität, so hat die neue, software-limitierte Version, tatsächlich 62,4 kWh netto unter der Haube (bzw. dem Fahrzeugboden). Wer sich allerdings für eine Nummer größer, also den Model S 75 oder 75D entscheidet, bekommt nicht wirklich 15 Kilowattstunden zusätzlich. Hughes hat herausgefunden, dass die nutzbare Batteriekapazität stattdessen bei 72,6 kWh liegt – also ein Drittel weniger als man annehmen könnte.

Mit anderen Worten, der Model S 60/60D ist ein guter Deal. Der Model S 75/75D für 6.100 Euro mehr eher nicht.

Quelle: Electrek

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19 Gedanken zu “Wie viel Energie steckt wirklich im Tesla?

  1. ‚Wer sich allerdings für eine Nummer größer, also den Model S 75 oder 75D entscheidet, bekommt nicht wirklich 15 Kilowattstunden zusätzlich. Hughes hat herausgefunden, dass die nutzbare Batteriekapazität stattdessen bei 72,6 kWh liegt – also ein Drittel weniger als man annehmen könnte.‘

    Das finde ich schon etwas unpassend formuliert. Der unbedarfte Leser ließt hier raus, das das 75er Model nur 2/3 von 75kWh hat und nicht, wie es richtig wäre, das der 75er nicht 15kWh mehr hat, wie der 60er sondern nur 10kW.

  2. TESLA ist ein Lebensgefühl. Und keine Matheaufgabe.
    So funktioniert die Zukunft nicht. 🙂

  3. Die Nachricht: Euro 6.100,- für eine Erhöhung der Batteriekapazität um 10,2kWh.
    Die Reaktion: Steinigt den Überbringer der schlechten Nachricht. Problem aus der Welt.

  4. In Erdbeer Joghurt steckt in den wenigsten Fällen, teilweise überhaupt keine Erdbeeren drin. Wenn man das Wissen mal im Kopf hat, kann man über solche Krümerkackerei echt nur lachen. Aber gut das wir jetzt endlich wieder einen handfesten Bericht im Internet zu ertragen bekommen haben.

  5. Oder anders gesagt, ob mein 60 Liter Benzintank im Winter nur 59 Liter und im Sommer 61 Liter fasst, ist doch so etwas von egal.

    Ich bezahle ja nur so viel, wie ich hineinlade … und im Fall des „alten“ TESLA S überhaupt nichts beim Supercharger.

    Es lebe der Erbsenzähler, was wäre die Welt ohne ihn? Grosszügiger!

    Es bleibt spannend!

  6. Mir wäre es viel lieber wenn andere Hersteller wenigsten mal an die 60kWh herankommen würden.

    Der Entladeprozess eines Akkus ist eine recht komplexe Angelegenheit. Es spielen neben der Temperatur und der Entladerate auch die Lade- und Entladeschlussspannung eine Rolle.

    Eine produktionsbedingte Streuung der Akkukapazität muss leider hingenommen werden. So gesehen ist es schon erstaunlich wie nah die Messungen an den Herstellerangaben sind.

    Messt mal spaßeshalber einen Markenakku aus dem Einzelhandel durch. Da wird man selten mehr als 80% der Herstellerangabe herausbekommen.

  7. @Ich und wer auch immer Wenn andere Hersteller 60KWh eingebaut hätten wären die aber ähnlich groß und teuer wie ein Tesla. Hilft das wirklich?

    Man kann Tesla mögen und trotzdem kritisieren oder mal näher beleuchten. Man muss auch nicht alles gut finden was die machen und trotzdem sympatisieren.

    Dass das Update weit davon entfernt ist ein Schnapper zu sein ist ziemlich offensichtlich, oder der 60er ist dann relativ günstig. Aber es ist immer gut zu wissen was genau man bekommt.

  8. bei meinem 85er ist mir bekannt, dass ich maximal 75-76kwh entnehmen kann
    der rest ist reserve um den akku bei entladung und überladung nicht zu schrotten
    was mich als fahrer mehr interessiert, ist die tatsache, dass ich mit dem fahrzeug meine 500km fahren kann, wenn es darauf ankommt (schon mehrfach praktiziert)
    in der praxis bewege ich mich zu 90% der einsatzdauer im bereich 40-80% soc
    d.h. nach rund 200km kommt der dicke an den strom
    von daher kann ich mit den ermittelten zahlen leben….
    zumal ich aus dem text nicht erkennen konnte…. wie alt war der/die untersuchte(n) akku(s) und wieviele km hatte der/die auf dem buckel ?

  9. Die ZOE hat 22 kWh in der Praxis und 28 kWh real im Akku. Das wusste ich bereits zu einer Zeit, als ich von E-Autos 0,000000001 Prozent Ahnung hatte. Was genau soll dieser Artikel und die Postings einbringen?

    Das WIR jetzt ALLE die glorreihe Erkenntnis trinken durften, das ein Akku im E-Auto brutto und netto hat?

    Ist nicht wirklich wahr jetzt, oder…. *gruebel*

  10. Klar ist es irgendwie „Erbsenzählerei“ aber man bezahlt ja für den Akku, somit darf man da durchaus schon nachschauen wie viel tatsächlich an Kapazität vorhanden ist! Ich ärgere mich ja auch im Restaurant wenn mein Getränk nur halb voll ist und ich aber für das volle bezahlen muss!

  11. Hi.

    Schonmal Leistungsangaben bei Verbrennern überprüft? Oder noch besser, die üblichen Bezeichnungen von Hubräumen, da haben die wenigsten Motoren „echte“ 2 Liter oder was-auch-immer in der Fzg.bezeichnung steht.

    Das aus Marketinggründen fast immer „aufgerundet“ wird ist doch ein normales Verhalten.

  12. Ja so ist es. Ich bekomme aus meinem Waschmittel auch nie die angegebenen 30 Waschladungen heraus. Von den 4GB Arbeitsspeicher im Laptop kann ich nur 3,5 nutzen. Noch verrückter sind die m² Angaben im Mietvertrag. Schonmal nachgemessen?

    Überall im Leben gibt es Brutto und Netto oder Angaben „bis zu…“ oder „mehr als …“

    Von den Schadstoffangaben und Verbrauchswerten von Verbrennern will ich erst garnicht anfangen.

  13. Tesla empfiehlt eh nur Ladungen bis 80 Prozent, max. bis 90 Prozent. Das muss man beim laden sogar JEDES mal so bestätigen. Also nochmal meine Frage: was soll das Thema eigentlich?

  14. Man kann ein Produkt auch tot reden. Ich bin mit meinem Tesla Model S90D ganz glücklich. Für mich war das die richtige Entscheidung.

  15. Der Basispreis für das Model S (60 kWh) liegt bei €69019. Die Variante mit 75 kWh kostet €83620. Allerdings ist dann auch die Option „Komfort-Paket“ dabei, welche sonst mit €5200 zu Buche schlägt. Damit ist der Aufpreis für die 15 kWh mehr an Akkukapazität €9401 und nicht wie hier angegeben €6100. Wenn man das mit den €2800 Extrakosten beim Renault ZOE für 19 kWh mehr vergleicht, schlägt Tesla schon gut zu. Mal sehen wie die Aufpreise für höhere Batteriekapazitäten beim Model 3 aussehen werden.

  16. >>> Ich bin mit meinem Tesla Model S90D ganz glücklich.<<<

    kein großes Kunststück. Deutschland von oben bis unten mit einer Pause fahren zu können, dabei minimum 25 Supercharger nutzen zu können. Und in Schland endet das Universum garnicht, sondern es begingt erst.

    *ohne irone posting*

    #onlythetrust

  17. Sobald jemand etwas zu einer Religion erhebt (wie zB ein Auto oder eine Marke) kann mit ihm/ihr nicht mehr darüber diskutiert werden. Kritik an der Sache wird als persönliche Beleidigung empfunden, schade.
    Ginge es im Artikel darum, dass der neue Diesel von VW 10g co2 mehr ausstößt als angegeben, würde niemand von Erbsenzählerei sprechen und alle mit auf den Sack einschlagen. Selbstreflektion sieht anders aus.

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