Tesla Model S erhält nun auch Umweltbonus

Bild: Tesla Motors

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Die Elektroautoförderung hierzulande gilt nur für E-Autos und Plug-In-Hybride mit einem Netto-Listenpreis unter 60.000 Euro. Das fanden Tesla-Fahrer (oder die, die es werden wollten) ziemlich unfair. Aber jetzt kann aufgeatmet werden – die Kalifornier haben ein Schlupfloch gefunden.

Bild: Tesla

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Die Basis-Variante des Model S kostet nämlich jetzt netto nur noch 58.000 Euro. Dafür gibt es aber tatsächlich nur das Auto. Wer Spielereien wie z.B. ein Navi, elektrisch ausklappbare Außenspiegel oder eine Rückfahrkamera will, muss das „Komfort-Paket“ als Option für weitere 5.200 Euro dazu buchen.

Damit Kunden jetzt aber keine die Tesla-Limousine für 58.000 Euro kaufen, sondern doch etwas tiefer in die Tasche greifen, hat der Autobauer auch hier einen Trick parat: ohne Komfort-Paket gibt es 20 Prozent weniger Leistung. Da ist der ein oder andere schon bereit seine Förderung gleich in ein paar Extras zu investieren.

Und weil der Netto-Listenpreis jetzt eben unter der magischen 60.000-Euro-Marke liegt, bekommt man selbst beim Kauf der Performance-Variante eine staatliche Förderung. Eine größere Batterie, mehr Motorleistung, Autopilot, Supercharging – es sind eben alles nur zusätzliche Optionen, die ein Käufer dazu buchen kann, aber nicht muss.

Eigentlich hatte die Bundesregierung die Kaufprämie auf kleinere (billigere) Elektrofahrzeuge beschränkt, weil man das Geld nicht für Leute ausgeben wollte, die sich auch ohne einen Stromer leisten können. Tesla sieht die „Trickserei“ gelassen. Immerhin ersetzt ein Model S selten einen Kleinwagen, sondern eher einen großen Spritfresser. Das darf man sich schon mal fördern lassen.

Tesla Model S erhält nun auch Umweltbonus: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 3,54 von 5 Punkten, basieren auf 35 abgegebenen Stimmen.
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9 Gedanken zu “Tesla Model S erhält nun auch Umweltbonus

  1. Auch 20% weniger Leistung sind genug.
    Ist mir aber immer noch zu teuer und vor allem zu gross. Der Ampera-e könnte dagegen interessant werden.

  2. TESLA, jetzt die ganze Übung noch einmal für Österreich und € 50.000.- minus € 4000.- Ö-Förderung und voila das € 46.000.- Model S ist da. 😉

    Dann muss ich wirklich meinen Finanzberater aufsuchen…

  3. „Eigentlich hatte die Bundesregierung die Kaufprämie auf kleinere (billigere) Elektrofahrzeuge beschränkt, weil man das Geld nicht für Leute ausgeben wollte, die sich auch ohne einen Stromer leisten können.“

    Nein falsch, EIGENTLICH hatte die Bundesregierung die Kaufprämie exklusiv auf die DEUTSCHEN Fahrzeuge am Markt zugeschnitten, nur haben sie selbst nichts brauchbares im Verkauf. Deshalb ist es nur richtig, dass das Elektroauto schlechthin nun auch förderfähig ist. Man stelle sich vor, die potentiellen Kunden würden stattdessen weiterhin AMG, Alpina und dergleichen kaufen. Oder einen „CleanDiesel“… ha! 😉

  4. Ich fand es eh eine Ungerechtheit, dass ausgerechnet der E-Autobauer Nummer 1 von der Förderung ausgeschlossen wurde. Aber spätestens mit dem M3 wird die Förderkasse richtig bluten müssen.

  5. find ich gut. Tesla ist halt so teuer wegen der großen Batterie. Da es gilt die Emob voranzubringen ist es super, dass nur eine Lösung gefunden wurde um auch die Oberklasse weiter zu pushen. Schließlich schauen ja Autokäufer oft was kaufen „die besseren“ und nicht was kauft der „kleine Mann für einen Dacia“. So strahlt das Image sicher noch schneller für E-Autos.

  6. Genau das was Tesla jetzt gemacht hat würden die Deutschen Autobauer genauso machen. Oder glaubt hier irgend einer dass das nicht schon so geplant war.

  7. Während Tesla S nun auch gefördert werden kann, fällt der Twizy noch immer hinten runter. Einzig München bietet eine Förderung für kleine und leichte E-Fahrzeuge an, sowie auch für Lasten-E-Bikes. Das finde ich zukunftsweisend.
    Ich finde wir versuchen immer noch das jetzige Verbrenner-Mobilitätsdenken einfach mit einem „Öko-E-Antrieb“ zu versehen. Deshalb wollen alle 800 km Reichweite und 350kW+ Ladeleistung. Downsizing und die Reduzierung von Fahrten und Fahrzeugen ist noch wenig in den Köpfen vorhanden. Ein „weiter so“ nur eben elektrisch, wird nicht funktionieren und sollte auch nicht gefördert werden.

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