Sono Motors Sion: Solarmodul und Energiespeicher auf vier Rädern

Bild: Sono Motors

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Das Münchener Startup Sono Motors will mit seinem Sion die Elektromobilitätsbranche aufmischen. Das sich noch in der Entwicklung befindliche Elektroauto kann sich selbst mit Strom versorgen und ist mit einem bidirektionalen Ladegerät ausgestattet.

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Die 7,5 Quadratmeter Oberfläche bieten reichlich Platz für Solarmodule. Diese haben einen Wirkungsgrad von 22 Prozent; das reicht nicht für komplette Autarkie, aber täglich rund 30 Kilometer Reichweite sollten laut Hersteller möglich sein. Der restliche Strom kommt wie gewohnt aus der Steckdose bzw. Ladestation.

Der Sechssitzer wird wahlweise mit einer 14,4-kWh- oder eine 30-kWh-Batterie erhältlich sein, wobei die Reichweite dann bei 120 bzw. 250 Kilometern liegen soll.

Einen weiteren Vorteil sieht das junge Unternehmen in seinem bidirektionalen Ladesystem. Alle gängigen elektronischen Geräte können direkt am Sion eingestöpselt werden; eine Schuko-Steckdose befindet sich neben der Ladebuchse und ist von außen zugänglich. So wäre der Sion einerseits ein Fortbewegungsmittel und andererseits ein mobiler Energiespeicher, der laut Sono Motors einen zusätzlichen Heimspeicher überflüssig macht.

Darüber kann man gewiss streiten. Aber Fakt ist, dass es zumindest Camping-Trips durchaus komfortabler macht. Und auch in Entwicklungsländern könnte das E-Auto als Energieerzeuger und Speicher fossile Stromgeneratoren ersetzen.

Noch arbeitet Sono Motors an einem Prototypen, aber schon im kommenden Jahr sollen Unterstützer des Projekts die ersten Probefahrten unternehmen können. Anstatt selbst eine komplette Produktionslinie aufzubauen, will das Startup den Sion aus einzelnen Komponenten von verschiedenen Zulieferern fertigen. Der Preis liege dann bei rund 12.000 Euro, heißt es aus München– allerdings ohne Akku, der entweder zusätzlich gekauft oder gemietet werden müsste.

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17 Gedanken zu “Sono Motors Sion: Solarmodul und Energiespeicher auf vier Rädern

  1. Da bin ich mal gespannt. Alleine Die Solarmodule werden Ihren Preis haben. Der Wirkungsgrad ist einfach zu Schwach für das Preisleistungsverhältnis. Sonst wären darauf schon die anderen Hersteller gekommen.

  2. Gibt es das Teil auch in schön? Auch nicht billiger als ne Zoe und man muss sicher immer in der prallen Sonne parken, damit das Solarzellenaufladeautarkiemaerchen klappt. Für Entwicklungsländer viel zu teuer. Glaube nicht das dieses missratene Gerät irgend etwas aufmischt. Wie weltfremd sind eigentlich unsere Hochschulen geworden, kommt auch nur noch Blödsinn raus.

  3. Bei theoretischen 300€/kWh kämen noch 9.000€ für die Batterie oben drauf. Das wären dann 21.000€ für ein Auto mit 30kWh. Und das lädt sich auch noch selber auf für den durchschnittlichen Pendler. Klingt doch spitze 🙂

  4. Tja….also wenn die 12000.-Euro plus Akkumiete eingehalten werden…..dann darf mein künftiges E-Auto auch ruhig hässlich aussehen;)
    Viel Glück !

  5. Der mobile Netzstrom ist für mich ein naheliegender Extranutzwert eines Elektroautos dessen Elektromotor ohnehin 400V AC Power braucht. Der Nutzwert ist nicht nur für ein paar Campinggadgets sinnvoll, denn damit kann man nämlich alle möglichen Elektrogeräte/-werkzeuge mit Netzstrom mobil betreiben. Von der Bohrmaschine bis zum mobilen Sägewerk ist alles denkbar. Keine (nicht gerade leichte) Benzin- oder (teuren und umständlichen) Zapfwellengeneratoren, keine stinkenden und meist teurere 2-Takt-Motorgeräte, keine (auch nicht gerade billigen) Akkuspielzeuge, die nach einer halben Stunde am Ende sind.
    Dagegen lässt sich die gesamte Vielfalt an richtigen Elektrogeräten an einer mobilen Netzstromsteckdose eines Elektroautos betreiben und das über Stunden. Für mich ein Mehrwert der neben einer AHK und Schnellladung (mindestens 43kW) und ordentlichem Laderaum ein Elektroauto erst richtig lohnend macht. Das Warten könnte sich also auch lohnen, wobei Tesla mit seinem Model X, das jetzt in der 5-Sitzer Variante das Cargo-Problem mit einer klappbaren 2. Sitzreihe gelöst hat, bis auf die Netzstromsteckdose verdammt nahe am Traumauto dran ist und dazu auch noch die Hardware für autonomes Fahren mitbringt.

  6. Es grenzt schon an ein Wunder: Da sind drei Gründer, von denen kein einziger irgend eine Vorerfahrung in der Automobilentwicklung hat. Mit einem Kapital, dass in der Autoindustrie normalerweise noch nicht mal für die Entwicklung einer gescheiten Sonnenblende reicht wollen diese Gründer ein durchwntwickeltes neues Fahrzeug inklusive Prototypen, Erprobung, Typenzulassung, Crashtests etc. in nur drei bis sechs Monaten auf die Beine stellen und in den Markt bringen.
    Mitig oder naiv – das ist hier die Frage an alle.

  7. Also wenn es dieses Auto auch in schön gibt und mit AHK, dann wäre es ziemlich genau mein Traumauto

  8. Die Idee ist nicht neu. Bringt in südlichen Ländern sicher auch was. Bei weiter sinkenden PV Preisen, wird dies vielleicht bald bei allen Fahrzeugen angeboten werden.

    Selbst wenn es effektiv nur 2-3km am Tag werden, ist es besser als nix. Schließlich ist der Strom ja kostenlos, mal vom Solarzellenaufpreis abgesehen.

  9. Komisch nur warum baut keiner ein Auto mit 100%er Autarkie ?
    Im Jahr 2018 möchte nach meinen Informationen ein kleines StartUP Unternehmen dies nun nach 9 Jahren Entwicklung vorstellen bzw. Möglich machen.

    1930 hatte N.Tesla eine solche Technische Meisterleistung vollbracht ! Also warum nicht auch im 21 Jahrhundert.

  10. Marco: dein Ernst? Rechne es einfach mal aus, man bekommt aus der relativ kleinen Dachfläche BEI WEITEM nicht genug Energie, um ein Auto (das ja Größe, Komfort und Dynamik leisten soll) anzutreiben.

    Es gibt schon rein solarbetriebene Fahrzeuge (siehe „World Solar Challenge“), aber das sind Seifenkisten, keine Autos.

    Als Zusatzenergiequelle finde ich ein Solardach jedoch sehr sinnvoll!

  11. Die angegebenen 7,5 m² beziehen sich auf die komplette Oberfläche, also wie auf den Bildern auch auf die Türen. Nur bringen die Solar-Zellen auf den Türen mal gar nix.
    Wenn ich mein PKW so anschaue, dann sind vielleicht 2m² nach oben gen Himmel gerichtet, also Dach und Motorhaube. Bei 150 W/m² Leistung eines halbwegs aktuellen Moduls ist mal also bei bestenfalls 300 Watt. An einem richtigen guten Sommertag hat man einen Ertrag von vielleicht 6 kWh/kW also etwa 1,8 kWh. Vorrausgesetzt, die Kiste steht den ganzen Tag in der vollen Sonne, so wie es eben eine gut geplante Freiflächen-PV-Anlage tut. Bei 150 Wh/km Verbrauch des Autos reicht das also für knapp 12km Fahrstrecke.
    Heutzutage wird das verbaut um die Lüftung im Sommer damit zu betreiben. Ok, nette Spielerei, aber um Traktions-Energie zu gewinnen ist das nur ein Witz.

  12. @ello : Die Leistung einer Aktuellen Anlage liegt zwischen 250 – 290W/m². Beispiel ,Yingli Solar: monokristallines Modul 275 Wp. Ganz neue Module von SolarWorld haben jetzt schon 300W/m². Und man hat für nächstes Jahr noch Leistungsstärkere Module zu bringen. Also da kommt schon ein bisschen mehr zusammen.

  13. @Voker Sornig: Also etwa 600- max. 1000 Watt. Wenn das Auto die ganze Woche in der Sonne rumsteht geht das schon. Aber damit fahren ist eine Illusion.

  14. @Volker Sornig: also ich find bei Ying Li folgendes:
    http://www.yinglisolar.com/de/products/monocrystalline/panda-60-cell-series/

    bei der 300W Sortierung und der angegebenen Modulfläche sind das 185 W/m² unter STC. Also schonmal weniger als Sie angegeben haben. Bei voller Sonne werden die Zellen mindestens 65°C heiß. Wenn wir also diese 40K Differenz mit dem Temperaturkoeffizient der Leistung (-0,38%/K) verrechnen komme ich auf 157 W/m². Im Sommer bei voller Sonne.
    Gut im April bspw hat man eine höhere Spitzenleistung in der Theorie, aber die kann man hier nicht ausnutzen, da im April eine Modulneigung von 10° oder vielleicht 15° besser ist.
    Auch bei Solarworld find ich nix viel besseres. Ich such jetzt nicht alle Modulhersteller ab.

    Ja, ich habe die Modulfläche genommen, nicht die Zellfläche. Da sind die Zellabstände und die Verdeckung durch die Busbars schon mit drin. Der Rahmen natürlich auch, aber das alles hat man am Ende auch bei dem Aufbau auf dem Auto. Zieh von mir aus den Rahmen ab, auf 300 W/m² kommt man nicht, vorallem nicht in der Praxis. STC ist wie NEFZ geschaffen worden um überhaupt vergleichbare Werte zu bekommen.

    Wie oben schon geschrieben hab ich mit 6 kWh (Praxiswert) spezifisch gerechnet, dass ist schon ein sehr guter Ertrag. Das Auto ist ja auch nicht immer blitzblank sauber.

    Wenn man die Reichweite verlängern will ist das Geld in einer größeren Batterie besser angelegt.

  15. 12’000 Euro… das ist wohl ein Traum. Ohne Zellen würde ich das doppelte schätzen, mit Zellen eher das 3-Fache. Und die Batterie kommt ja auch noch dazu.
    Ich würde den Jungs von Sono empfehlen bei Tazzari oder auch Twike nachzufragen, die haben Erfahrung was so etwas in der Produktion kostet.
    Aber viel Glück, wäre schön wenn es ginge!

  16. Naja ob nun 12 oder 30km. Es ist besser als nix.

    Die Zellen auf den Türen bringen schon was. Schließlich scheint die Sonne auch von der Seite. Zwar wird hier sicher nicht die größte Leistung zu erwarten sein, aber zusätzlich sollten hier einige 100 Wh am Tag anfallen.

    Bei besser werdenden Zellen und besserem Fahrzeugwirkungsgrad wird in Zukunft vielleicht noch mehr drin sein.

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