Die 100 kWh Batterie: Tesla legt mal wieder einen drauf

Bild: Tesla Motors

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Schneller, weiter, immer die Nase vorn – der Elektroautobauer aus Kalifornien zeigt mal wieder, dass es geht. Mit dem 100-kWh-Akku erhöht sich nicht nur die Reichweite, sie macht den Luxusstromer Model S auch zum schnellsten Serienfahrzeug der Welt.Model S P100DLudicrous ist bei der 100-kWh-Variante bereits inklusive und so schafft es die Elektrolimousine von 0 auf 60 mph in nur 2,5 Sekunden. Für 0 auf 100 km/h sollen 2,7 Sekunden ausreichen. Nur der LaFerrari und Porsche Spyder 918 können da noch mithalten, aber das sind keine in Serie produzierten Fahrzeuge, weswegen Tesla-Chef Elon Musk den Model S 100D gleich zum schnellsten Serienfahrzeug der Welt ernannt hat.

Der Model S 100D mit Allradantrieb soll bis zu 613 Kilometer mit einer Batterieladung schaffen – das erste Mal, dass ein Elektroauto überhaupt die 600-km-Marke knackt, so Tesla. Der Model X soll mit der großen Batterie bis zu 542 Kilometer weit kommen.

Der 100-kWh-Akku ist laut Tesla der größte, den der Autobauer derzeit produzieren kann. Die Zellen sind die gleichen, wie bei den bisherigen Batteriepaketen, nur die Architektur hat sich geändert. Weil die Produktion eben doch deutlich komplexer sei, ist die Verfügbarkeit derzeit begrenzt.

Wer bereits einen Model S oder X P90D fährt, aber gerne die extra 10 kWh noch oben drauf hätte, muss seinen Tesla nicht gleich eintauschen. Das Upgrade gibt es für stolze 20.000 Dollar. Für alle, die ihren Tesla zwar schon bestellt aber noch nicht erhalten haben kostet die größere Batterie „nur“ weitere 10.000 Dollar.

Das Upgrade erfolgt auch nicht „Over the air“, sondern es wird tatsächlich ein komplett neuer Akku eingebaut. Ein teurer Spaß, aber dafür sitzt man dann im schnellsten Serienfahrzeug der Welt und die Einnahmen werden in den Ausbau der Produktion für den Model 3 gesteckt. Man könnte also fast sagen, es ist für einen guten Zweck.

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20 Gedanken zu “Die 100 kWh Batterie: Tesla legt mal wieder einen drauf

  1. Was ich mich frage ist wenn man 100kWh Stunden verbaut und von sagen wir mal 2.000 kompletten Zyklen bei 500km pro Zyklus ausgeht käme man ja auf ca. 1 Million km.
    Das verfährt doch fast niemand. Besteht da nicht die Gefahr das ein erheblicher Anteil einfach kalendarisch degradiert ohne je genutzt zu werden?
    Und schade das Tesla genau dieselben Instinkte anspricht wie die Verbrenner Lobby die Jahrzehnte davor. Ich fahre einerseits um effizient und umweltfreundlich unterwegs zu sein und andererseits weil das fahren mit einem E-Auto entspannend ist. Entspannender als mit jedem Verbrenner. Und nicht um an der Ampel Verbrenner oder ander Verkehrsteilnehmer bei der Beschleunigung alt aussehen zu lassen.

  2. Zufällig heute morgen am PC beim konfigurieren entdeckt. Bescheiden formuliert: Wahnsinn! Natürlich braucht nicht jedermann/jede Frau soviel Power und Reichweite.
    Aber schön, wenn’s trotzdem machbar ist. Es postuliert sich halt unaufhaltsam, der Unterschied zwischen blosser Ankündigung und bestellbarem Fahrzeug. Theorie und Möchtegern haben nix mit der kalifornischen Realität zu schaffen.
    P.s.: Und das ist gut so.

  3. Während Andere noch bei 30kWh herumdümpeln oder großmundig 50kWh ankündigen, knacken die die 100kWh Marke einfach mal so. Eine weitere Ohrfeige für die „alten“ Autobauer.

    Damit sollte auch der größte Skeptiker in Sachen Reichweite zu frieden zu stellen sein. Und mal nebenbei nen Lambo versägen 😉

    Das macht mir Hoffnung, dass das M3 dann auch optional mit 80kWh erhältlich ist. Die 35K$ Variante wird vermutlich „nur“ 60kWh aufweisen. Aber das ist auch schon besser als alles Andere derzeit am Markt.

  4. Hm. Finde ich ja so ganz toll, aber ich finde es schade, dass Tesla da einen in meinen AUgen falschen Weg einschlägt. Die haben ja auch gesagt, dass man nicht vorhat, noch günstiger als das Model 3 zu werden – das Model 3 ist aber NICHT günstig. Ein Preis von hier(!) 40.000€ ist einfach viel zu hoch – das sind zwei neue Zoé’s. Klar kann man das jetzt nicht so einfach vergleichen, aber wie wäre es mit einem kleineren Auto (Model 3 ist immer noch riesig) und einer 40kWh Batterie für 25.000€ maximal. ..

    Schade

  5. @GcAsk: Da gebe ich Dir Recht. Darum geht es hier aber nicht! Hier geht es um das beste Auto der Welt. Und das ist leider nicht für 35k€ zu haben.

  6. Jetzt werden bei den Verpesterbauern die Herzen noch etwas tiefer in die Hosen fallen…

    Seit Jahren wird geunkt über Tesla, und die hauen Einen nach dem Anderen raus 😀

  7. @GcAsk: eMusk soll mal gesagt haben, dass ein billigeres eAuto für ihn keinen Sinn mache, da Carsharing eh die Zukunft sei, und das mit autonomen Autos. Und wer carshart schon einen Kleinwagen?

  8. VW, BMW, Daimler, Toyota und wie ihr alle heißt : Hallo AUFWACHEEEEEEN !!!!!!!!! Sonst seid ihr in wenigen Jahren endgültig weg vom Fenster……….

  9. Ich finde das ist ein Schritt in die völlig falsche Richtung.
    Immer mehr Akku (und damit Gewicht) in die Autos packen, um eine Reichweite zu erreichen, die die meisten Menschen nachgewiesenermaßen onehin nicht benötigen.

    Sicher, es wird immer einige wenige geben, die diese Reichweite tatsächlich benötigen. Aber wenn Tesla immer nur für die Nischen baut, werden sie keinen dauerhaften Erfolg haben.

  10. Schön das es geht, aber wer kauft sich für 100000+x € ein Auto? Sorry aber mit beliebig viel Geld kann man auch beliebig viel Batterie in ein Auto rein bauen. Wenn Tesla es schafft 100kWh in ein 30000€ Auto zu bauen, dann wäre das eine Sensation, so ist es einfach nur wieder ein Luxusobjekt was keiner braucht.

  11. Klar ist es toll, dass nun auch 100kWh Batterien eingebaut werden können.
    Trotzdem werden die nicht dadurch günstiger, ganz im Gegenteil.
    Carsharing hin oder her, ich möchte erstmal ein eigenes Auto. UNd selbst wenn es irgendwann nur noch Carsharing geben würde, bräuchte ich da sicherlich kein Auto in der Größe eines Audi A7 oder so..

    Naja, ist ja auch erstmal egal, schön, dass sie da so große AKkus einbauen. Tesla baut enifach tolle Autos, ist halt schade, dass es sich die meisten nicht leisten können. Da Teslas vorheriger Masterplan aber war, ein AUto für die Masse zu bauen – finde ich es schade, dass die das eben nicht gemacht haben. Das Model 3 ist kein AUto für die Masse, da zu teuer und zu groß.

  12. Ist doch klasse. Genau wie Elon es immer gesagt hat, zahlen die wenigen, die es sich leisten können die Entwicklung der kleineren Fahrzeuge.
    Ohne die „Verrückten“, die sich die >100.000 Euro Model S kaufen, gäbe es doch gar kein einigermaßen erschwingliches Model 3.

    Psychologisch ist das ein super Coup.
    Das Markenimage wird weiter hoch gehalten, so dass viele auch einen Tesla haben möchte, auch wenn es nur das „kleine“ Model 3 ist.
    Es zeigt, dass auch vorherige Baureihen nicht im Stich gelassen werden (upgrade/update), was gerade in so einem schnellen Umfeld dem einen oder anderen Käufer sonst Sorgen bereiten könnte.
    Und das wichtigste: Es erhöht enorm den Druck auf alle anderen Hersteller!!!

    Weiter so, Tesla 🙂

  13. Lustig wie einige das Ende von an die 50 Auto Herstellern und eine Alleinherrschaft von Tesla prophezeien. Leute es geht um Autos die zudem 6stellige Summen kosten also um Spielzeuge für Reiche und Wohlhabende.
    Entschieden wird die Schlacht aber im Massenmarkt und da sehe ich aktuell keinen Tesla und bei den Preisen auch nicht in Zukunft!
    Ich würde was drum geben die Gesichter von den Tesla Fanboys hier in 5-10 Jahren zu sehen wenn a) Tesla nur ein Hersteller unter vielen ist und b) keine von den traditionellen Herstellern untergegangen ist.
    Aber dann haben die sicher auch eine Erklärung parat oder es war eine Verschwörung.
    Ich sehe E-Autos zwar auch langsam im Kommen und mir gefällt das auch, aber sicher nicht zu Tesla Preisen und auch nicht mit Akkus die mit allem drum und dran alleine schon mal 700-900kg auf die Waage bringen.

  14. Wenn ich’s auch insgesamt Klasse finde, dass Tesla den Markt und v.a. die deutschen Autobauer aufmischt, weiß ich nicht, wo diese PS-Manie noch hinführen soll?! Wahrscheinlich fragt der Markt, also die Käufer von teuren Autos das nach, aber unnütz ist das trotzdem. Wie weit käme ich mit 60 – 80 kWh bei einem „normal“ motorisierten Fahrtzeug (vlt. wegen des Gewichts so knapp über 100 PS)? Würde völlig reichen, um von A nach B zu kommen. Mehr brauche ich von einem Auto nicht, wenn ich nicht eh‘ für lange Strecken die Bahn nehme…

  15. „Wie weit käme ich mit 60 – 80 kWh bei einem „normal“ motorisierten Fahrtzeug (vlt. wegen des Gewichts so knapp über 100 PS)?“

    In erster Näherung genauso weit wie mit 1000PS.

  16. Ein toller Coup fürs Auto-Kartenspiel, aber ohne echten Wert für meinen Alltag. Natürlich eine super Leistung, soviel Kapazität in ein Luxusauto zu packen. Wenn einige Kunden dafür auch richtig viel Geld bezahlen, wird es den Hersteller auch freuen.
    Mir ist es das nicht wert, denn ich kann derzeit meinen Alltag schon mit 22 kWh problemlos bewältigen. Verbesserungswüsche hätte ich eher bei der Bedienung. Aber für ein paar Mal im Jahr die vierfache Kapazität mitzuschleppen, ist mir nicht so viel Geld wert.
    Zudem braucht jede kWh Akkukapazität in der Herstellung gut 120 kg CO2. Umweltaspekte dürften diesem 100 kWh-Käuferkreis also ziemlich egal sein.
    Ich wünsche mir künftig E-Fahrzeuge, bei denen ich die Akkukapazität beim Kauf in Stufen wählen kann (z.B. 30, 60, 90 kWh).

  17. Nur noch mal zur Erinnerung: Tesla ist kein Ökohersteller der mit viel Idealismus ökologisch korrekte Elektromobile (von Autos konnte man da bislang ja kaum reden) herstellt. Tesla hat sich als kleiner Fisch in ein Haifischbecken gestürzt. Da gelten andere Gesetzmäßigkeiten und eine davon ist eben: im normalen Automarkt werden Emotionen und Instinkte angesprochen. Speziell bei Männern ist die Hirnreaktion proportional dazu wie schnell und rasant ein Auto daher kommt und man braucht sich nur auf der Straße umsehen: die meisten Kaufentscheidungen sind testosterongesteuert. Wer in einem solchen Automarkt überleben will muss eben diese niederen Instinkte (auch) ansprechen. Tesla fährt hier eine brute-force-attack auf die etablierten Hersteller. Ja, ein Tesla ist kein Umweltwunder, sondern nur in seiner Klasse das kleinere Übel. Und die Tatsache, dass es Elektrokleinwagen zu kaufen gibt, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass diese für die Hersteller nur ein „strategisches Investement“ sind, sprich Verlustgeschäft. Die Batteriepreise sind noch nicht in dem Bereich wo Elektro-Kleinwagen konkurrenzfähig wären. Tesla macht das mit der Hershey’s-Kiss-Strategie einzig richtige: die fangen im Luxussegment an und arbeiten sich mit fallenden Batteriepreisen nach unten. Bis es den Tesla Kleinwagen gibt, wird es noch ein paar Jährchen dauern. So oder so: Autofahren bleibt Luxus.

  18. Ein Ziel hat Tesla damit aber erreicht. Nämlich, dass die Akkupreise deutlich fallen. Und das macht den Weg frei für die Elektromobilität auch im unteren Fahrzeugsegment.

    Wenn die Kosten in 2-3 Jahren tatsächlich unter die magische Grenze von 100$/kWh fallen, werden die Fahrzeugpreise auch für die breite Masse erschwinglich werden. Selbst wenn die Fahrzeuge dann statt 20kWh 30 oder 40 oder noch mehr Kapazität haben.

    Ich wünsche mir auch, dass die neuen Modelle anderer Hersteller in verschiedenen Akkukonfigurationen angeboten werden. So kann jeder den für ihn richtigen Akku wählen. Manche kommen sicherlich dauerhaft mit 30kWh hin, weil es nur der Zweitwagen ist. Andere benötigen dann eher 60kWh und mehr, weil sie auch öfters einige 100km am Stück fahren wollen.

  19. Technische Machbarkeit und Leistung und Reichweite reichlich! Was haben wir davon?
    Erstmal nichts, aber es zeigt allen das was geht. Umgekehrt führt es auch dazu dass alle warten bis es das für 20000 Euro bei VW gibt. Wenn dass aber alle tun, wird es das genau nicht geben. Vernunftautos und Familienkutschen sind angesagt um zur Massentauglichkeit zu gelangen. Also max. 80-KW-Akku im Kombi mit höchstens 100 PS und abgeriegelt bei Tempo 150. Dann wären 600 KM drin zu brauchbarem Preis.
    Könnten wir längst schon haben, Tesla zeigt das ja eindrucksvoll, doch des Deutschen Brumm-Brumm-Lobby möchte nur CO2-Flottenausstösse verringern um weiter Stink-SUV zu verkaufen. Armes Deutschland. Wir werden irgendwann die brutalste aller Quittungen bekommen für soviel Ignoranz.

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