München will weiter auf Elektromobilität setzen

MünchenEin Vorbild für die Elektromobilität soll München werden. Die CSU hat jetzt eine Reihe an Vorschlägen vorgelegt, damit der Traum auch Realität wird.

Bild: BMW

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Zwei Punkte sind auch für den privaten E-Autofahrer interessant. Noch sieht die Stadt rund 100 neue Ladepunkte bis 2017 vor – die CSU will, dass die Zahl in den kommenden zwei Jahren verdoppelt wird. Die neuen Ladepunkte sollen dann auch in Parkhäusern, Tiefgaragen und P+R-Anlagen stehen.

„Die Menschen müssen überall Strom zapfen können“, sagt Stadtrat Manuel Pretzl.

Zudem will man „Attraktivität für Elektromobilität schaffen“. Konkret heißt das etwa kostenloses Parken für Elektroautos und finanzielle Anreize – ein heißgeliebtes Thema bei Politikern. Interessant ist, dass München seine finanziellen Anreize für Gewerbe, die auf Elektromobilität umsteigen wollen, gerade erst eingestellt hat. Stattdessen verweist man auf die Förderung vom Bund.

Zumal Subventionen scheinbar nicht der Schlüssel zu mehr Elektromobilität zu sein scheinen. Die bundesweite Kaufprämie ist am 2. Juli in Kraft getreten und noch wurden gerade mal etwas mehr als 1,500 Anträge für den Umweltbonus gestellt. Immerhin, aber den Verkehr revolutionieren wird man so wohl kaum.

Die CSU will zudem, dass die bayerische Landeshauptstadt als Vorbild vorangeht. Es soll endlich eine elektrische Buslinie geben und auch Taxistände sollen mit Lademöglichkeiten ausgestattet werden. Aber nicht nur der öffentliche Verkehr soll elektrifiziert werden – auch die stadteigene Flotte soll bis 2030 auf emissionsfrei Fahrzeuge umgestellt werden. Ab 2020 sollen schon keine neuen Verbrenner angeschafft werden. Das ist in der Tat vorbildlich.

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11 Gedanken zu “München will weiter auf Elektromobilität setzen

  1. Passend zu München und Bayern:
    „Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt ihr sie messen“ (1. Joh. 2, 1-6)

    Oder eher modern:
    „Nicht quatschen – Machen!“ (Mario B.)

  2. Also hat BMW bis 2020 den 3er Elektroreif, sonst würde das Ziel nicht ausgegeben.

  3. Das sind gute und wichtige Absichten, aber 100 oder auch 200 Ladepunkte in einer Stadt wie München natürlich nicht ansatzweise zielführend. Und die Zahl der Ladepunkte sagt leider auch wenig über die tatsächlichen Lademöglichkeiten aus. Wenn 200 neue Ladepunkte jeweils min. 20 E-Fahrzeugen das gleichzeitige Laden ermöglichen wäre zumindest ein Anfang gemacht.

  4. Sehe ich auch so. Eine Stadt wie München bräuchte vielleicht 2000 Ladepunkte oder noch mehr. Jedes Parkhaus müßte mit Dutzenden von Ladepunkten ausgestattet sein. Klar ist jeder Anfang besser als nichts aber Visionen von einer elektromobilen Zukunft sehen anders aus. Das liegt im wesentlichen daran, dass die Entscheider in Politik und Wirtschaft selbst nicht Teil dieser Bewegung sind und deshalb nicht wissen, was man eigentlich machen müßte bzw wo der Schuh drückt. Das ist reiner PR/Marketing Talk und kommt von irgendwelchen beratenden Agenturen. Tja und was die CSU will weiß man doch…schließlich ist Dobrindt Verkehrsminister in Berlin, da kam bisher nicht viel. Elektrische Buslinie in München…man so was gibts in Berlin schon seit fast einem Jahr.Das ist alles nichts Neues, man müßte halt mal machen!

  5. Die Einstellung der Förderung der Stadt ist gesetzlich vorgeschrieben und hat nichts mit mangelnder Motivation zu tun. Eine Doppelförderung ist nicht möglich.

  6. Lippenbekenntnisse aus einer Stadt, wo die Stadtwerke 1,80 Euro pro angefangene Stunde an der Ladesäule verlangen. Und dabei nur einen einzigen Triple-Schnelllader betreiben.

    Reden wir doch mal Tacheles. Die jetztige Ladepunkt-Infrastrruktur dient doch nur dazu die DriveNow BMW i3’s zu versorgen und zu subventionieren. Solange München im Stadtrat „Hüh“ sagt und die Stadtwerke im gleichen Atemzug „Hott“ wird das nichts mit der Elektromobiltät in München.

    Es wird nur dann ein Schuh draus, wenn die Carsharer eine eigene Ladeinfrastruktur aufbauen und sie SWM-Ladesäulen ein nicht-zeitbasiertes Abrechnungsmodell bekommen.

  7. Fahrt einfach nicht nach München sondern nach Stuttgart. Da ist es auch schön und es gibt viele viele Ladepunkte 🙂 Ohne irgendeinen Filter bei Lemnet.org anzuwenden sind es in Stuttgart grob geschätzt mind. 5x so viele.

  8. da sind dann aber auch die ganzen Pedelec-Laden mit drin. Aber stimmt schon. Auf 200 bis 300 Laden (kurz für Ladesäulen) kommt Stuttgart auch jetzt schon, je nachdem, welche Stadtteile man mitzählt. Hilft aber auch nix, wenn die dauernd von Car2Go-Smärten blockiert sind.

  9. Täglich ermittelt das Umweltbundesamt die Luftqualität in allen Bundesländern.
    In München lag der Mittelwert für Stickstoffdioxid an der Messstation Landshuter Allee am 6.8.2016 wieder deutlich, nämlich mehr als das Doppelte, über dem erlaubten Jahresmittelwert. Dieser Grenzwert, der nur 18mal im Jahr erreicht werden darf, wird gegenwärtig nahezu an jedem Wochentag überschritten.
    Auch nach Klage der Deutschen Umwelthilfe DUH und des VCD bereits in 2012 beim bayerischen Verwaltungsgericht, ist nicht einmal festgelegt, was Bayern nun konkret unternehmen muss.
    Da der Bund bisher keine Rechtsgrundlagen geschaffen hat, damit die Städte handeln
    können, geraten selbst solche fragwürdigen und sozial unverträgliche Pläne wie Citymaut oder blaue Plakette zur Farce.
    Mir scheint, da wird Unaufschiebbares verdrängt. Einhundert neue Ladepunkte bis 2017 sind zu wenig.
    Das ist dann schon eher die machbare Dimension einer privaten Crowdfundingaktion. Einer entlohnten und pensionierten Legislative bedarf es dafür nicht.

  10. 10 Euro monatliche Grundgebühr und 1,80€ pro Stunde….so sieht Vorzeigestadt der e-mobilität bestimmt nicht aus….obwohls schon witzig ist das auch i3 -fahrer dann 10-15Euros pro Ladung zahlen müssen ind der BMW Hauptstadt.Leider gabs Förderungen nur für Gewerbetreibende aber jeder private fahrer oder auch durchreisende wird total diskriminiert und e-mobilität die von der Bevölkerung gelebt wird so leider nur total ausgebremst!Also bitte kwh genaue abrechnung, keine Grundgebühr und ein einigermaßen ausgebautes Netz an Säulen.Und bitte eine Lösung für die Car-sharer….finde ich zwar ne gute Idee, aber nicht wenn kommerzielle Unternehmen auf Kosten der Bürger die Ladesäulen blockieren und kein privater laden kann wenn er muss.Zum Teil stehen da drei bis vier i3s von denen nur die hälfte angesteckt ist.Und dann bezahl ich auch noch dafür…..bitte nicht.München zeig das dus ernst meinst aber bitte ernsthaft.
    l.g.
    MUC

  11. 100 bis 2017, dann nochmal 100 bis 2018 … Jetzt, Ende 2016 sind’s 3 … dafür sind zwei andere entfallen. Respekt! Wenn der Plan halten soll, werden als in 2017 pro Woche zwei neue Ladesäulen dazukommen … Toll!

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