Laterne in Hamminkeln unter Strom

Bild: RWE

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Ohne große Vorankündigung haben RWE und das Berliner Startup ubitricity ein gemeinsames Projekt in der Stadt Hamminkeln realisiert und eine Straßenlaterne in eine Ladesäule für Elektroautos umgewandelt.

Bild: ubitricity

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Die Umrüstung der Laterne soll nur rund 600 Euro gekostet haben – ein wirklich überschaubarer Preis. Anstatt Ladekarte kommt hier das intelligente Stromkabel von ubitricity zum Einsatz. Es identifiziert den Nutzer und senden die Ladedaten an das Unternehmen. Eine Rechnung für den Vorgang gibt es dann später per E-Mail.

Das Kabel ist allerdings ‚etwas‘ teuer, als eine Ladekarte und kostet rund 400 Euro. Zudem bezieht die Laterne ihren Strom aus dem Niederspannungsnetz, weswegen das Schnellladen an der Straßenbeleuchtung auch in Zukunft nicht möglich sein wird.

E-Autofahrer müssen dort somit eine vier- bis fünfstündige Ladepause einlegen, um ihren Stromer komplett aufzuladen. Immerhin könnte der Bäcker, vor dessen Ladentür die umgerüstete Laterne steht, die Wartezeit mit Kaffee und Kuchen etwas versüßen. Und da es gerade mal vier Elektroautos in Hamminkeln gibt, sollte es auch keine langen Schlangen am Lader geben.

Warum der Laternenlader ausgerechnet in dem nordrhein-westfälischen Städtchen nördlich von Duisburg ans Netz gegangen ist? Betreiber RWE entwickelt derzeit ein Mobilitätskonzept für Hamminkeln und wird auch langfristig mit der Stadt zusammenarbeiten.

Bereits Ende Februar hatte RWE eine geplante Zusammenarbeit mit dem Berliner Startup Uniper angekündigt, dass auch Platzsparende Ladeinfrastruktur an Straßenlaternen oder Decken von Tiefgaragen anbietet. Ein erstes Projekt soll in Neumünster realisiert werden.

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5 Gedanken zu “Laterne in Hamminkeln unter Strom

  1. Für die Wohngebiete, große Einkaufszentren, Firmenparkplätze und überall dort, wo gewöhnlich die Fahrzeuge viele Stunden stehen, ist das eine praktikable Lösung.

    Wenn das Fahrzeug dort eh 8-12h steht, braucht man auch keine Schnellladung. Da reichen die 3,7KW völlig aus. Selbst wenn die Akkus in einigen Jahren größer werden. Denn kaum einer muss dann täglich vollladen, wenn der Akku für 300km Reichweite gut ist. Da reicht es vermutlich 2-3 Mal in der Woche tagsüber oder über Nacht anzustöpseln.

  2. Ja äbpr nur wenn es barrierefrei verwendet werden kann. Nich mal NFC Karten würde ich dazu zählen , aber das ist noch besser als wieder ein wenig mehr Müll wie das hier rum zu fahren. Es hätte so einfach sein können 🙁

  3. Und wieder ein eigenes Ladekabel, für viele wäre das vermutlich das dritte im Kofferraum. Besser gelöst haben es da die Stadtwerke Leipzig, welche die Straßenlaternen mit dem gleichen Zugangssystem ausrüsten, wie die anderen Ladesäulen (intercharge). Kostet halt die Säule etwas mehr, aber der Nutzer wird nicht gegängelt. Ich persönlich finde die ubitricity Lösung jedenfalls nicht sehr elegant.

  4. Für die die keine Lademöglichkeit zu Hause haben, kann dies sich zur Alternative entwickeln, wenn es genügend dieser Laternen an den richtigen Punkten gibt. Sonst können nur Firmen die gern eine Lademöglichkeit anbieten wollen, aber keinen Parkplatz haben, von den Ladepunkten profitieren. Die Firma zahlt den Ladepunkt und hat keine Arbeit mit der Abrechnung und kann wenn sie möchte, kann man den eigenen Kunden ein Kabel ausleihen, wenn man die Stromkosten übernehmen will.

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