Ladesäulen von EWE werden kostenpflichtig

Bild: EWE

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Das Ende der Testphase naht. Ab dem 1. April müssen Elektromobilisten für die Nutzung der EWE-Ladeinfrastruktur bezahlen. Bisher war das Stromtanken dort kostenlos.

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Laut eigenen Angaben betreibt der norddeutsche Stromanbieter mehr als 120 Ladepunkte im Nordwestlichen Niedersachsen. Wer schon in Besitz einer Ladekarte von EWE ist, kann diese online in eine Monats- oder Jahreskarte umändern. Das ist allerdings nicht ganz billig.

Eine Monatskarte (bzw. 30 Tage) kostet einen nicht-EWE-Kunden 60 Euro. Für das komplette Jahr muss am 240 Euro zahlen. Immerhin erhalten EWE-Kunden einen Preisnachlass von 50 Prozent. Wer keine Flatrate will oder sie nicht braucht, kann in nicht allzu ferner Zukunft die Ladepunkte auch per SMS freischalten – in dem Fall werden 3,90 pro Stunde berechnet.

Bild: ladenetz.de

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Es gibt eine Möglichkeit das zu umgehen. EWE ist seit Sommer 2014 Teil von ladenetz.de. Durch die Roaming-Kooperation von smartlab kann man also auch mit dem sogenannten ladeticket an einer EWE-Säule Strom zapfen, und die kostet nur 50 Euro für 30 Tage.

Auch die Stadtwerke im Verbund bieten Ladekarten zu unterschiedlichen und oft günstigeren Preisen an.

Trotzdem stellt sich weiterhin eine Frage: Der Auf- und Ausbau von Ladesäulen ist teuer – und der Betrieb ein Geschäft. Und wie bei jedem Geschäft (ob nun im Bereich Elektromobilität oder Gemüsehandel) steht am Ende des Quartals der Gewinn im Vordergrund. Kann man also von Anbietern erwarten, dass die Nutzung der Ladeinfrastruktur kostenlos bleibt?

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18 Gedanken zu “Ladesäulen von EWE werden kostenpflichtig

  1. Solche Pauschaltarife der Regionalstromversorger sind klar gegen die Verbreitung von Elektromobilität gerichtet. Wenn alle ~900 Regionalstromversorger diese 240 € im Jahr verlangen, müsste der gemeine Elektromobil-Fahrer über 200.000 € im Jahr dafür zahlen, um einmal quer durch Deutschland fahren zu können.

    Leider sind die Verwantwortlichen der Regionalstromversorger (unkündbare Verwaltungsangestellte) meist zu borniert, „ihre“ Ladesäulen einem Ladeverbund (wie TNM) anzuschließen.

  2. Ich erwarte nicht, daß die Ladeinfrastruktur kostenlos bleibt.
    Aber ich erwarte, daß ich keine Mondpreise zahlen muß.

    Was machen z.B. Touristen mit Chademo-Fahrzeugen, die in der Stadt nur einphasig mit 3.7kW laden können und dies dort auch nur gelegentlich tun wollen?
    30-Tages-Ticket?
    3.90 Euro pro Stunde?

    Weder das eine noch das andere ist irgendwie überzeugend.

    Also zusehen, daß man im Hotel laden kann, für ~30 Cent die kWh.

  3. Es ist durchaus verständlich, dass ein Unternehmen auch Gewinn erzielen möchte. Von daher ist die Beendigung der kostenlosen Testphase ebenfalls verständlich. Ich habe mir ja das E-Mobil auch nicht angeschafft, um kostenlos Strom „schmarotzen“ zu können. Eine Bedarfsladung per SMS finde ich persönlich OK.

    Generell bleibt halt das Grundproblem des völligen Wildwuchses auf dem deutschen/europäischen Ladesäulen-Markt bestehen: Viele verschiedene Anbieter, viele verschiedene Ladeverbünde, viele verschiedene Bezahlsysteme. Was mir persönlich fehlt, ist ein Deutschland-übergreifendes Bezahlsystem mit niedriger/fehlender Grundgebühr und verbrauchsorientierter Abrechnung.

    Kaum auszumalen, was das für ein Chaos werden wird, wenn es mit der E-Mobilität eines fernen Tages doch noch richtig losgehen sollte. (Ironie an) Zum Glück ist die aktuelle Politik ganz weit davon entfernt, hier passende Anreize zu setzen. So haben wir wenigen E-Fahrer die Ladesäulen noch für uns alleine… (Ironie aus)

  4. In der Ankündigung von EWE zur Beendigung der Erprobungsphase an die Nutzer wurde der Preis für eine sporadische Ladung an den Säulen nicht genannt. Sollte es tatsächlich auf eine zeitorientierte Abrechnung hinaus laufen, wären die EWE-Ladesäulen für einphasige Ladung uninteressant (CCS/Chademo offensichtlich nicht vorhanden)

  5. 3,90€/h ist ok für mich – wenn es denn funktioniert.

    Schade, dass bis dahin erstmal ein ganzes Netz wegfällt, da sicherlich für 99% der jetzigen Kartenbesitzer die Flatrate inakzeptabel ist.

    Kooperiert doch mit TNM oder RWE oder beiden…es könnte so einfach sein!

  6. Erst Windwuchs bei den Bezahlsystemen und nun noch bei den Tarifen.

    Warum sollte ein Plug-In Fahrer bei einem Benzinpreis von 6€/100km dort Laden? Da fährt er doch lieber zur Tankstelle und läd nur dort wo der Strom effektiv weniger als 40Cent/kWh kostet.

    Warum werden keine kWh Tarife angeboten? Ist EWE nicht in der Lage einen Stromzähler in die Ladesäulen einzubauen?

    Wenn das so weiter geht, wird sehr bald die Politik abermals regulierend eingreifen.

  7. Vielleicht sollte EWE erst einmal die Kundenbedürfnise erforschen, bevor man sich neue Preismodelle ausdenkt. Freischalten per SMS ist m.E. nur etwas für den Notfall, ansonsten kompletter Sch….

  8. Und tschüss, EWE!

    Angesichts der Preise fragt man sich, ob die jetzt durchdrehen. So geht das, wenn ein Anbieter ein regional so ein Quasi-Monopol errichtet.

    Mich werdet Ihr als Kunden so nicht gewinnen. Baut die Säulen ruhig wieder ab. Ihr werdet zu diesen Konditionen nicht viel Strom an den Mann bringen.

  9. „Immerhin erhalten EWE-Kunden einen Preisnachlass von 50 Prozent.“

    Das ist hier in dem Zusammenhang falsch, denn nur EWE-Energie (Stromkunden) bekommen die 50% Rabatt! Hat man zB. seinen DSL-Vertrag bei EWE nützt einem das nichts.

  10. Sollten vor dem kassieren erstmal für funktionierende Säulen sorgen!!
    Die Hälfte ist unbrauchbar/defekt.

    Jetzt brauch ich mich da wenigstens nicht mehr zu ärgern…..

  11. Es war klar, dass EWE den Autostrom nicht ewig verschenken wird. Dass sie es jetzt nicht mehr tun, könnte das Quasi-Monopol aufweichen, denn jetzt lohnt es sich für Andere, kostenpflichtige Ladesäulen aufzustellen.

    Die Flatrate ist unrentabel für Kunden, die nur einmal im Jahr für den Urlaub an der See durchs EWE-Gebiet und zurück fahren und sonst nicht bei Ladenetz laden. Für die ist der SMS-Tarif unbefriedigend, aber besser als nichts.
    Ansonsten ist die EWE-Karte eine Ladenetz-Karte mit weniger Roaming-Partnern. Für EWE-Stromkunden kostet die Monatskarte weniger als das Ladeticket 30T, für Andere mehr. Eine Jahreskarte kriegt man nicht bei Ladenetz, wohl aber bei EWE. Was sich für wen lohnt, muss man selbst ausrechnen.

  12. Auch wenn ich mich unnötig wiederholen sollte: Ein Schlitz für Münzen muss her!

    1 Euro = 4 kwh oder wegen mir 3 kwh.

    alles andere ist Müll. da tanke ich lieber unterwegs beim Bauern oder beim Discounter.

    Keiner bei Verstand braucht 25 Tankkarten um von Hamburg nach München zu fahren.

  13. sogar 2 kwh für einen Euro wäre ok. so günstig wie e-autos unterwegs sind… 13 kwh bei guten Temperaturen. diese Tankkarten Verschlimmbesserung ist für mich nebensächlich, habe lediglich die prepaid Karte von ENBW. die macht aber auch nur für Schnelllader wie dem ZOE Sinn, da dort nach Zeit abgerechnet wird. für ein 3 kw Lader ist das absurd, dann kostet die einzelne kwh über 60 cents…

    ne, daheim tanken, beim Kunden, beim freundlichen Bauern mit der CEE Lader, und beim Einkaufszentrum.

    Die sollen ihre tollen bunten Karten ruhig rausbringen, und damit schauen, welche Oma sie damit hinterm Kamin hervorzaubern

  14. Die Sache ist einfach. Jemand der eine Ladesäule installiert und nur den Strom verkaufen kann, muss mehr rechnen. Dazu kommt dann noch die Parkplatzgebühr. Ein Einkaufszentrum der Ladesäulen installiert, spekuliert mit zusatzverkäufen. ist zumindest bei mir so. tanke ich beim Aldi, nutze ich natürlich 20 Min. mehr im innern des Laden zum shoppen. da geht dann nicht nur die Nudeln und das Mineralwasser in den Kaufskorb… beim Einkaufszentrum kommt noch das Prestige dazu, durch Ladesäulen. und der Strom es für den Ladenbesitzer eh kostenlos, da in 99 Prozent der Fälle die 100 kwp Anlage sowieso schon vorhanden ist.

  15. @Sebastian:
    Es gibt mehrere Möglichkeiten, auf der Fahrt von Hamburg nach München nur eine Ladekarte oder Ladeapp zu nutzen. Probier es mal im Routenplaner aus.

  16. Münzbezahlung ist im Prinzip gut weil unabhängig und anonym. Aber unpraktisch. Da muss man wieder dauernd für ausreichend „Raucherwährung“ im Geldbeutel sorgen. Warum nicht die gute alte Geldkarte wieder hervorholen? Praktisch, auch anonym und macht unabhängig. Hardware ist vorhanden und nicht übermäßig teuer, zumindest nicht relativ zu einer 15000€-AC/DC-Ladesäule.
    Ja, der Tarif. Ich halte immer noch eine Kombination aus Bezahlung pro KWh und einer mäßigen Parkgebühr (gegen Dauerparker) für das beste.

  17. In einigen Ländern gibt es nur eine Ladekarte womit man überall im ganzen land aufladen kann. Das sollte auch bei uns so laufen mit der Hauptenergie aus Wind, Wasser & Solarkraft. Einige Stromanbieter habe Zeitliche Tarife die allerdings für E-Auto´s mit Langen Ladezeitn sich nicht lohnt(3-5€/h). Und gegen die Falschparker sollten Abschlepp-Zonen einrichtet werden oder Knöllchen verteilen u.s.w… Gegen die Verbrenner die immerzu die Ladeplätze blockieren. Wenn ein E-Auto Länger steht nun dann ist es Pech! Da sollte dann schon mehr Ladepunkte zur Verfügung stehen oder ein Langes Ladekabel kann da auch schon mal helfen. Mein Fahrzeug braucht max.
    5-8 Stunden , Sorry!!!

  18. Natürlich dürfen Stromkosten abgerechnet werden — nur sind Preismodelle, bei denen durch Pauschalen einerseits „Hochstrom“-Abnehmer begünstigt werden und bei denen andererseits von Gelegenhheits-Langsamladern Wucherpreise (bei mir ergeben 12 kWh in gut 5 h ca. 20 EUR!) berechnet werden, eben nicht akzeptabel! Sollen tatsächlich die, die (ökologisch ja auch sinnvoll!) Fahrzeuge aus den ersten Generationen (weiter-)fahren, dafür nun bestraft werden? So bitte nicht, EWE!

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