Enio will Community-Ladenetz aufbauen

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Bild: Enio

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Das Wiener Startup Enio will die private Ladeinfrastruktur europaweit vernetzen und diese so für mehr Elektromobilisten zugängliche machen. Per Crowdfunding hofft das Unternehmen jetzt auf das nötige Kleingeld für sein neues Projekt „youCharge“.
Stecker-m-gr-F-e1435920725125Nach Couchsurfing und AirBnb kommt jetzt wohl auch das Community-Laden. Privatpersonen können ihre eigene Wallbox bei Enio eintragen und E-Autofahrer zur Verfügung stellen. Natürlich gegen Bezahlung.

Die Station muss bei Enio selbst bestellt werden, um in das youCharge-Netz integriert zu werden. Aber da das Unternehmen bereits rund 1,500 Ladepunkte europaweit betreut, ist es denkbar, dass auch Ladestationen anderer Anbieter zukünftig mit aufgenommen werden könnten.

Wie funktioniert youCharge?

Per App oder online kann ein Fahrer einen Ladepunkt auf seiner Strecke oder seiner Nähe suchen und reservieren. Vorort wird sich dann entweder per RFID-Karte oder mit der Enio-App eingeloggt und bezahlt wird der Ladevorgang online oder per SMS.
Noch hat das Unternehmen nicht festgelegt ob hier per Zeit oder Kilowattstunde abgerechnet wird. Da ‚Stromverkauf‘ in Deutschland aber schwierig ist, könnte es sich zumindest hierzulande mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Abrechnung pro Minute handeln.

Durch die ständige Vernetzung mit dem Backend, kann auch aus der Ferne festgestellt werden, ob eine Station online oder defekt ist. So sollen böse Überraschungen vermieden werden.

Ganz neu ist die Idee nicht. The New Motion bietet Privatpersonen bereits ein ähnliches Konzept an. Auch diese können ihre Wallbox als öffentliche Ladestation zur Verfügung stellen und bekommen bei Fremdladungen die Stromkosten erstattet. Nur vorreservieren kann man den Ladepunkt nicht.

Wer sich Enios Idee und/oder Businessplan genauer anschauen will, kann sich kostenlos auf der Crowdfunding-Plattform Companisto registrieren.

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9 Gedanken zu “Enio will Community-Ladenetz aufbauen

  1. Ist doch schon so was vorhanden mit The New Motion. Warum dann ein weiteres Projekt an den Start bringen mit einem extra APP und wieder keine Einigkeit. Es waere mal wichtiger alle Ladestationen preiswert unter einen Hut zu bringen…

  2. Ich sehe es wie Starmanager.
    Warum einen weiteren Verbund, der praktisch genauso funktioniert wie TNM, das man schon als etabliert betrachten kann?

    Neu und interessant wäre es, wenn es beliebig ist, welche Ladestation man einbindet.

  3. Wieso die abrechnung nach Zeit. Man läd doch KW.

    An der Tanke bezahlt man doch auch nach Litern und net nach min.

  4. Hallo Timo, Abrechnung nach Zeit hat 2 Gründe

    Grund 1:
    Abrechnung nach kWh würde zu Kompliziert,
    Geeichter Zähler,
    Die Werte müssen an ein Rechenzentrum gesendet werden damit der Kunde jederzeit nachvollziehen kann ob er wirklich so viel geladen hat, diese Daten müssen da auch gespeichert werden

    Grund 2:
    Es bleibt eine Private Ladestelle die hauptsächlich für die E-Fahrzeug gedacht ist, in der Zeit wo du in der Arbeit bist steht diese Station leer und kann von anderen E-Fahrern genutzt werden, wenn jetzt eine Abrechnung nach kWh gemacht wird steht z.B. ein E-Auto 4h auf deinem PRIVATEN Parkplatz muss womöglich keine Park Gebühren Zahlen und lädt 3 kWh dann würdest du je nach Preis (den sich der Kunde selbst anpassen kann) nur die 3 kWh bekommen, im Schlimmsten Fall sind in den 4 Stunden 2 andere E-Autofahrer vorbeigefahren und konnten deine Ladestelle nicht nutzen diese hätten jedoch 20 kWh benötigt.

    Somit wärst du nicht glücklich und die anderen E-Fahrzeuge auch nicht

    Wird aber per Zeit abgerechnet so ist der E-Fahrer gewillt das Auto nach beenden des Ladevorgangs zu entfernen

    Übrigens wird im Minutentakt abgerechnet und nicht wie bei anderen Betreibern in 1/2h Takt

    elektrische Grüße
    Elko

  5. Na Elko das ist aber eine ganz ueble Masche… geht es ums Laden oder ums Parken im privaten Umfeld? Geht es ums Geldverdienen oder um die Moeglichkeit den E-Auto Fahrern eine Lademoeglichkeit zur Verfuegung zu stellen?

    Das ist Diskrimierung der Langsam Lader. Wer will schon fuer 22KW Moeglichkeit bezahlen und bekommt dann nur z.B. 3,7kw… das ist Betrug!

    An der Tanke bezahle ich auch nur den Sprit den ich kaufe. Das muss noch verbessert werden…

    Parkgebuehren muessen anderes finanziert werden… z.B. ueber Parkuhr wenn es noetig ist … und das zum gleichen Tarif wie das Umfeld.

    Also weg mit dem Projekt ist fuer die Fuechse…

  6. Man bezahlt nur Parkgebühren – und den Strom gibt’s eben einfach dazu. Dann aber auch nur 3.7kW (oder meinetwegen 11kW).
    Wer’s schneller braucht, für den gibt’s kostenpflichtige Ladestationen.

    Bei einer Zeitabrechnung sehe ich immer das Problem, daß im Voraus nicht klar ist, wieviel man für eine Akkuladung bezahlen muß. Sei es, weil die Ladesäule bei Kälte/Hitze die Leistung reduziert, sei es, weil das Fahrzeug dies aus irgendwelchen Gründen tut (Akku schonen, Balancing, etc.).
    Daher denke ich, daß sich Zeittarife nicht auf Dauer durchsetzen werden. Einfach aus dem grund, den ich schon genannt habe: Es muß vorher klar sein, was man für sein Geld bekommt.

  7. Tankstelle ist ein schlechter Vergleich.
    Denn Verbrenner haben identische Stutzen (Lader) verbaut, die Tank Säulen liefern hohen Durchfluss (Ladeleistung).
    Das sieht auf der Emobilseite ganz anders aus !
    Ich habe noch keinen gesehen, der an der Tankstelle den Tank tröpfenweise auffüllt.

  8. Das sind alles Erscheinungen auf dem Weg zur Findung einer optimalen Ladekultur bei der sich verschiedene Anbieter ein Geschäft in einem wachsenden Markt erhoffen und sich jetzt versuchen zu positionieren. Am Ende wird nach bezogener Leistung abgerechnet werden. Bezahlsyteme werden einfacher und vereinheitlicht und langsames Laden mit stundenlangem blockieren der Ladesäulen wird ein Relikt aus der Frühzeit der E-Mobilität sein – die Sache braucht halt noch etwas Zeit.

  9. Hallo Starmanager,
    Enio ist ja schlau, wenn du nur mit 3,7kW lädst, bezahlst du auch den 3,7kW Tarif auch wenn du an einer 22kW Station lädst.
    Auch wenn das einigen nicht passen wird, aber es ist derzeit die beste Lösung so.
    Um noch fairer zu sein wird im Minutentakt abgerechnet da kann man schon planen wie viel man bezahlen wird,
    Leider stehen wir alle vor dem selben Problem, wenn ein E-Auto 6h an einer Ladestelle steht und nur 3kWh lädt wäre eine Zeitabrechnung super, lädt man an einer 22kW Station bekommt man im Winter nicht die vollen 22kW da das Auto abgeregelt so wäre eine abrechnung nach kWh perfekt.

    An einer Kombination der beiden Tarife wird gearbeitet, leider ist wie oben.beschrieben die abrechnung nach kWh sehr Geld intensiv

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