SPD macht sich für Kaufprämie stark

Foto: comobility.de

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Kaufanreize sind unumgänglich, hört man diese Tage aus Berlin. Man spricht sogar von konkreten Zahlen wie „5.000 Euro für jedes Elektrofahrzeug“. Wird Berlin selbstbewusster was die E-Auto-Förderung angeht?

BMW i3„Wer bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf der Straße haben will, wird an Kaufanreizen nicht vorbeikommen“, sagte Sören Bartol, einer der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD in Berlin am Wochenende. Auch Umweltministerin Barbara Hendricks macht sich im Spiegel-Interview für Kaufanreize stark. 5.000 pro Elektrofahrzeug könnten laut Hendricks drin sein.

Kommt jetzt Schwung in die Sache?

„Wir brauchen einerseits steuerliche Anreize, etwa bei beruflich genutzten Wagen. Und wir brauchen Prämien für Privatleute“, sagte Hendricks dem Spiegel. Die 5.000-Euro-Idee stammt übrigens nicht von der Umweltministerin selbst, aber der Vorschlag liege vor. Laut Hendricks bewegt man sich dort in einer „Größenordnung, über die man nachdenken müsste.“

Nachdenken – das tun tut man in Berlin viel. Auch Diskussionen stehen auf dem Tagesprogramm. Ob den Worten allerdings auch Taten folgen bleibt unklar.

Vor knapp einem Monat tauchte das bereits ein Gerücht auf, dass sich die Regierung auf einen Umweltbonus in Höhe von 5.000 Euro geeinigt habe, wie auch auf ein Förderprogramm mit einem Umfang von 700 bis 800 Mio. Euro. Leider dementierte Berlin damals eine solche Entscheidung.

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7 Gedanken zu “SPD macht sich für Kaufprämie stark

  1. Das blöde an solchen „Wünschen“ ist, dass sie zunächst die E-Mobilität weiter ausbremsen, weil die Leute natürlich verunsichert sind und erstmal warten was passiert. Ich gehöre wohl auch dazu. Es wäre ärgerlich ein Auto zu kaufen und nächsten Monat ist es 5.000 Euro billiger. Ein paar klare Ansagen aus Berlin wären echt hilfreich, z.B. es gibt definitiv keine Prämie in den nächsten zwei Jahren, oder so ähnlich.

  2. Ich denke, wenn Förderung, dann in die Ladeinfrastruktur. Hier ein Gesetz wie das Erneuerbare Energien Gesetz, und es könnte interessant werden, in eine Ladestation zu investieren. Dann sind die Fahrzeuge alltagstauglich nutzbar.

  3. Hilfreicher als auf womögliche fünf tausend Euronen aus der Hauptstadt der Lobbyisten zu warten, sind hingegen und sofern gefällt, garantierte FÜNF tausend französische Euros beim „Createur“. Heute und noch bis Ende 2015. Real und sofort! Allemal realer als die Nebelkerzen aus der Gerüchteküche des Leidmarktes in Berlin .
    P.s.: Wer kassiert eigentlich die fünfstelligen Strafzollzahlungen für importierte Tesla? Daraus ließe sich bei mehr Transparenz, z.B. auch eine gescheite Ladeinfrastruktur finanzieren. Ganz im Gegensatz zur Diskrimminierung bei SLAM. An Ideen mangelt es schließlich nicht, sofern man wirklich möchte.
    Letzte Frage: Warum ging es bei der Abwrackprämie eigentlich so schnell? 🙂

  4. Mein Vorschlag anstatt 5.000€ nur für den Kauf eines Autos:

    1.) Käufer von E-Autos bekommen ab 2016 pauschal die Summe von 2.500€ Förderung, ab 2018 sinkt die Förderung auf 1.500€
    2.) Käufer von E-Autos bekommen ab 2016 pauschal einen Zuschuß von 500€ für eine TYP2 Lademöglichkeit
    3.) Betriebe die Ladepunkte für Mitarbeiter bereitstellen bekommen 150€ für eine normale separat abgesicherte Schuko Steckdose (16A) und 500€ pauschal für einen TYP2 Ladepunkt nach EU Standard.
    4.) Betriebe können Ladestrom für Angestellte bis 2025 ohne Abrechnung als Allgemeinkosten verbuchen. Geldwerter Vorteil für Mitarbeiter und die steuerliche Behandlung treffen hier NICHT zu und vereinfachen damit die Bereitstellung für den Arbeitgeber.
    5.) E-Autos sind ausschließlich reine 100% E-Autos und keine PlugIn Hybrid Modelle
    6.) Käufer von PlugIn Hybrid und Hybrid Modellen bekommen pauschal ab 2016 die Summe 1.000€

  5. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

    Die Umsatzsteuer für „echte“ Elektrofahrzeuge auf 0% setzen.
    Die Umsatzsteuer für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (inkl. Hybrid und Range Extender) auf 20% erhöhen.

    Inzwischen glaube ich, dass diese „5000 Euro Förderung“-Ja-Nein-Rochade bewusst eingesetzt wird. Wie hält man potentielle E-Auto-Kunden vom Kauf ab? Durch Angst! Die „Hätte ich doch gewartet“-Angst!

  6. Die MWST Lösung wäre m.E nicht sinnvoll, da würden Personen mit teuren Autos einen besseren „Bonus“ erhalten. Die 5 TEUR als Förderung ist insofern besser, da damit auch kleinere/günstigere Fahrzeuge mehr gefördert werden. Wäre nur zu schön wenn analog zur ZOE auch andere Anbieter ein ähnliches Preis/Leistungsniveau schaffen könnten.

  7. Hallo Ralf, das stimmt, dafür wäre es effektiv, da es sehr unbürokratisch ist und zusätzlich die Innovation vorantreiben würde.
    Wie beim Mercedes-Airbag beginnt die technologische Entwicklung häufig bei hochpreisigen Produkten. Tesla hätte mit einem Billigfahrzeug niemals diesen Erfolg.

    Als Alternative könnte man auch eine Staffelung bei der Umsatzsteuer einführen, hierbei ist der bürokratische Aufwand genauso hoch. Beispiel: bis 40.000 Euro – 0%, zwischen 40.000 und 80.000 Euro – 5 % und ab 100.000 Euro – 10%.

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