Video: Tesla Model S brennt ab nach Unfall

Video: Tesla Model S brennt nach Unfall

Foto: Tesla

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Leider gibt es nun die ersten schlechten Nachrichten über Tesla Motors: Am vergangenen Dienstag ist in den USA ein Model S ausgebrannt. Die genauen Ursachen sind wohl noch nicht abschließend geklärt, aber der Brand soll mit der Batterie und einem Metallteil zusammenhängen.

Wie im Video zu sehen brennt der Wagen nur im vorderen Teil. Der Fahrer konnte das Auto laut Berichten sicher abstellen und unverletzt verlassen. Nach kurzer Zeit soll der Tesla Feuer gefangen haben. In den Medien heißt es, dass das Model S mit einem metallischen Gegenstand kollidiert sei und dadurch eines der Batteriemodule stark beschädigt wurde und schlussendlich in Brand geraten sei.

Obwohl es nur ein Fahrzeug von vielen ist, fielen die Reaktionen -vor allem an der Börse- äußerst heftig aus. Im Laufe des vergangenen Donnerstags brach der Aktienkurs um 13 % ein. Dies entspricht einem Wertverlust von etwa 3 Mrd. US-Dollar.

Wie das „Handelsblatt“ berichtete, hatten die Feuerwehrleute Probleme beim Löschen. So glaubte man kurze Zeit den Brand bekämpft zu haben, als das Feuer wieder ausbrach. Die Brandbekämpfer mussten demnach erst ein Loch in das Gehäuse der Batterie bohren und den vorderen Teil des Fahrzeuges aufschneiden, um den Brand komplett zu löschen.

Laut Tesla waren die Insassen zu keiner Zeit in Gefahr, da das System diese zum Verlassen des Fahrzeugs aufgefordert hat. Ein gewaltiger Imageschaden bleibt trotzdem. Einige Analysten Zweifeln jetzt am Konzept des Unternehmens und raten sogar von Käufen der Aktie ab.

Bei all der Panik sollte der Vorfall jedoch nicht überbewertet werden, da konventionelle Autos auch hin und wieder in Flammen aufgehen. Auch der extrem hohe Aktienkurs musste früher oder später seinen Höhenflug beenden. So werden die meisten Kunden weiterhin Vertrauen in ihr Auto und auch in das Unternehmen Tesla Motors haben. Bleibt abzuwarten wie sich Elon Musk und Co. jetzt verhalten und was die Anleger in den nächsten Tagen sagen, bzw. tun werden. Es bleibt weiter spannend.

Hier das Video:

Quelle: handelsblatt, electrive

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14 Gedanken zu “Video: Tesla Model S brennt ab nach Unfall

  1. Tut mir sehr leid für Tesla. Ein paar böse Menschen werden sich sicher bestätigt fühlen.
    Übrigens hat bei mir ein Alfa Romeo Benziner während der Fahrt zu brennen begonnen. Ich konnte ebenfalls sicher aussteigen. Der Alfa wurde komplett thermisch verwertet.
    Mein Yamaha Motorrad hatte ebenfalls während der Fahrt zu brennen begonnen (Vergaserbrand). Soviel dazu.

  2. Schade, aber wird wohl zur Sicherheit von Elektroautos beitragen.
    Vielleicht hilft ihnen der Unfall bessere Sicherheitssysteme einzubauen.
    Ganz vermeiden wird es sich aber vermutlich nicht lassen, das Autos einfach abfackeln gabs schon immer und wird es vermutlich immer gaben.

    Ich bin davon überzeugt das Tesla spätestens in Phase 3 mit ihrem Kompaktmodell die konventionellen Hersteller schön ins Schwitzen bringen werden. Wenn die Batterietechnik dann noch mehr Kapazität bietet und auf die Reichweite konventioneller Benziner von ~600km kommt zieht sicher auch der Markt mit E-Fahrzeugen weiter an.

  3. Das hat nichts mit bösen Menschen zu tun.
    Aber es wird endlich Zeit, auch mal über die vielen Nachteile von Elektrofahrzeugen zu berichten. Eine für jedermann erkennbare Kennzeichnung von Elektrofahrzeugen wäre dabei das Mindeste … Nicht nur der energetische Herstellungs-/Recyclingswahnsinn, sondern auch das Gefährdungspotenzial. z.B.: Lebensgefährliche Spannung & Strom, Explosionsgefahr, Entstehung von Flusssäure, usw.
    Mann kann nur hoffen, dass die Feuerwehrleute nicht durch ihre Unwissenheit zu gesundheitlichen Schäden gekommen sind.

  4. @Mavat: Alles hat Vor- und Nachteile, aber irgendwann werden auch die größten Elektro-Gegner nicht drum herum kommen.
    Zudem: Benzin ist nicht giftig? Beim Unglück der Deep-Water-Horizon oder Exxon Valdez ist niemand zu Schaden gekommen? Die Abgase eines Autos sind sauber? Die Liste lässt sich fortsetzen 🙂

  5. Ist schon komisch oder. Ein einziges Auto unter tausenden in der ganzen USA fängt an zu brennen und jeder bekommt es mit. Liegt es vielleicht daran das die Marke zu schnell eine zu große Konkurrenz für weitere Autokonzerne wurde? Ich denke es ist Zeit die teslamotor Aktien zu kaufen. So niedrig wird die Aktie nie wieder stehen.

  6. http://www.teslamotors.com/de_CH/blog/model-s-fire
    Ein paar Punkt daraus:
    – Ein Metallstück durchbohrte eines der 16 Module des Akkus von unten. Der die „Panzerung“ des Akkus wurde für Kräfte ausgelegt die einem Gewicht von 25 Tonnen entsprechen. Das Metallstück brachte bei Aufprall bei diesen Geschwindigkeiten höhere Kräfte im richtigen Winkel auf eine relativ kleine Fläche auf, was ein Loch und wahrscheinlich einem Kurzschluss zwischen den Zellen erzeugte.
    – Die Feuerdämmung zu den anderen Modulen funktionierte einwandfrei, nur ein Modul brennte ab.
    – Der Fahrer konnte das Fahrzeug nach einer Warnung auf dem Display ohne Probleme verlassen. Das Feuer brach erst danach aus.
    – Die Feuerschutzschicht zwischen Akku und Innenraum funktionierte einwandfrei. Im Innenraum brach kein Feuer aus.
    – Der Besitzer war erstaunt wie gut sich das Model S in dieser Situation verhalten hat und hofft bald wieder eines Fahren zu können
    Währe schön wenn diese Beitrag mit den richtigen Fakten angepasst wird. Besonders der Titel stimmt nicht ganz da nur der Vordere Teil gebrannt hat.

  7. @Stephan
    Entgegen deiner Annahme bin ich prinzipiell kein Elektrofahrzeuggegner.
    Bin seit Jahren in der Antriebsentwicklung von Pkws tätig (sowohl Verbrenner als auch E-Antrieb).
    Während die meisten Tatsachen zum Verbrenner wohl bekannt sind, besteht in Sachen E-Antrieb aber ein erhebliches Informationsdefizit.

    @Drapoel
    Bevor du in Tesla-Aktien investierst, schau dir bitte noch mal die Bilanz des Unternehmens an. Die ist meiner Meinung nach kritisch und das Unternehmen nur noch nicht insolvent, weil Herr Musk mehrfach mit privatem Kapital ausgeholfen hat. Es soll ja keinem wie den Solar-Anlegern gehen … die im Solarboom blind zu jedem Kurs gekauft haben.

  8. @Mawat
    Danke für den Hinweis. Der Kommentar mit den Aktien war nicht ernst gemeint von mir. Jedeglich eine unterschwellige Anspielung so ein Unternehmen zu Unterstützen wenn es ein Opfer gegnerischer Firmen wurde. Dies könnte man mit Aktien sehr gut tun, jedoch hast du natürlich Recht mit deiner Aussage und ich denke das keiner meine Aktien Aussage ernst nehmen würde.
    (hoffe ich zumindest ;))

  9. @P85_CH: Im Bericht selber wird gesagt, dass nur der vordere Teil brennt. Zudem ist ausdrücklich klargestellt, dass der Fahrer nicht verletzt wurde und das Auto sicher verlassen konnte. Des Weiteren bin ich selber großer Fan von Tesla und habe am Ende auch geschrieben, dass der Vorfall nicht überbewertet werden soll. Elons Beitrag im Tesla Blog stand mir da glaube ich noch nicht zur Verfügung.

  10. In der Tat kann jedes Fahrzeug in Brand geraten und daher sollte der Vorfall am Tesla auch nicht überbewertet werden.
    Ferrari ist keine eigenständige AG und gehört zum FIAT-Konzern. Ja, und auch dieses Unternehmen besitzt eine kritische Bilanz und ist seit Jahren in einer finanziell schwierigen Lage. Nur ist der Brand eines konventionellen Fahrzeuges relativ ungefährlich und jede Feuerwehr zur Brandbekämpfung ausgebildet und geeignet.
    Der Beitrag im Tesla-Blog von Elon Musk ist nur Marketing-Gefasel und der Versuch etwas Ruhe in die Sache zu bekommen. Es ist kein Bericht einen unabhängigen Sachverständigen. Er will mit dem Verkauf der Fahrzeuge, als Unternehmer (Hauptaktionär) in aller erster Linie Geld verdienen … wie jeder andere Automobilkonzern auch.
    Lithium-Ionen-Akkumulatoren sollten nur mit Sand gelöscht werden. Da das verwendete Leitsalz in Verbindung mit Wasser zu Flusssäure reagiert. Und diese ist eines der gefährlichsten Kontaktgifte für den Menschen. In den meisten Fällen besteht im Falle eines Brandes lediglich die Möglichkeit, auftretende Folgebrände zu löschen und den Akkumulator kontrolliert abbrennen zu lassen.
    Auch wenn es Einigen weh tuen sollte, nur weiträumig absperren und kontrolliert abbrennen lassen wäre die richtige Vorgehensweise gewesen.

  11. Wer weiß ob Feuerwehren mittlerweile angewiesen wurden Li-Ionen Fzg. kontrolliert abbrennen zu lassen ?

  12. Natürlich muss man diesen Brand nicht überbewerten, Benzin brennt, Diesel brennt und Lithium eben auch. Zwar braucht es für jeden davon unterschiedlich viel Überzeugungsarbeit, potenziell gefährlich sind sie jedoch alle.

    Ich finde jedoch schon, dass man die Situation ohne rosarote Brille betrachten sollte. Es gab offenbar einen nicht unerheblichen Kontakt mit einem metallischen Gegenstand, worauf die Batterie angefangen hat zu brennen. Punkt.

    Nun ist es mühsam zu bewerten, ob solch ein Kontakt mit einem Benzin- / Diesel-Auto das gleiche Ergebnis gehabt hätte oder ob die dabei enstehenden Gase nun gesünder oder schädlicher als bei konventionellen Autos sind.

    Tesla sollte das einfach untersuchen und, falls man Konstruktionsmängel findet, nachbessern.

    Das passiert nicht zum ersten mal und wird auch nicht das letzte Feuer gewesen sein. Solche Sachen totzuschweigen oder zu beschönigen, bringt die Elektromobilität keinen Zentimeter weiter.

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