Evans Electric zeigt Radnabenmotor im Lancer Evo 3

Evans Electric Radnabenmotor

Foto: Evans Electric

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Ab und an gibt es immer wieder Firmen, die sich am Radnabenmotor versuchen. Die Idee ist simple, warum nicht den Platz in der Felge nutzen, auf Getriebeverluste verzichten im Inneren des Fahrzeugs massig Platz für Batterien oder Gepäck haben.

Evans Electric Radnabenmotor

Foto: Evans Electric

Vor einigen Jahren noch gab es kaum ein Hersteller, der nicht einen Konzeptwagen mit Radnabenantrieb vorgestellt hat. Allen voran fällt mir Volvo ein, Mini hatte so etwas jedoch auch auf der Bühne. Getan hat sich seitdem wenig bis gar nichts.

Nun greift Evans Electric aus Australien das Thema wieder auf. Ich muss allerdings hinzufügen, dass auch Evans sich noch in der ‚Proof-of-Concept‘ Phase befindet. Serienreif ist also auch deren Lösung noch lange nicht.

Der in Sidney vorgestellte Lancer Evo 3 ist mit vier Radnabenmotoren ausgestattet, die in den 19 Zoll Felgen Platz finden. Jeder von ihnen leistet 75 kW und verfügt über ein Drehmoment von 625 Newtonmeter. Maximal sollen sie 150 kW leisten und 1.250 Newtonmeter bieten.

Zusammen macht das recht beeindruckende 600 kW (800 PS) und 5.000 Newtonmeter Drehmoment. Da keine Verluste durch Getriebe auftreten, soll der Radnabenantrieb bis zu 85 Prozent der Energie beim Bremsen zurückgewinnen können. Da via Rekuperation gebremst wird, kann auf eine herkömmliche Reibungsbremse verzichtet werden, so Evans.

Die Frage bleibt jedoch, weshalb wir den Radnabenantrieb trotz der offensichtlichen Vorteile nicht in der Serie sehen. Oftmals wird die ungefederte Masse genannt. Zusätzlich zur Felge kommt ja nun noch das Gewicht des Motors hinzu. Lotus hat dies für Protean in einer Studie untersucht und kommt zum Ergebnis, dass dies durch sorgfältige Abstimmung des Fahrwerks in den Griff zu bekommen ist.

Ein weiteres Problem ist jedoch das Lager bzw. der Spalt zwischen Rotor und Stator. Dieser Spalt, an dem die magnetischen Kräfte von Rotor und Stator wirken und so das Moment erzeugen, ist sehr schmal, gleichzeitig muss er durch die einseitige Lagerung des Motors jedoch ausreichend weit sein, dass sich die beiden nicht berühren.

Ich bin ja noch ein wenig skeptisch, ob man den Radnabenmotor leicht und gleichzeitig langlebig genug bauen kann. Als Konzept scheint er jedenfalls so schnell nicht auszusterben.

via: green.autoblog.com

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