ingmen Reichweitencheck – kostenlos testen

ingmen Reichweitencheck

ingmen Reichweitencheck

Anzeige

Sind Elektrofahrzeuge für meinen Einsatz geeignet? Lohnt es sich Teile meines Fuhrparks durch elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu ersetzen? Diese und ähnliche Fragen beantwortet die junge Kölner Firma ingmen GmbH. Einen solchen Reichweitencheck möchte ich euch heute vorstellen. Als Bonbon könnt ihr die Reichweitenanalyse kostenlos testen.

Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, der weiß, dass die Reichweite von Elektroautos je nach Einsatz und Jahreszeit stark schwanken kann. Welche Reichweite man also tatsächlich in der Praxis erwarten kann, lässt sich deshalb nur grob abschätzen.

Der Reichweitencheck der ingmen GmbH versucht dies anhand von Simulationen für einen konkreten Einsatz zu ermitteln. Hierbei werden eventuell vorhande Photovoltaik-Anlagen ebenso wie der CO2-Ausstoss aufgrund des verwendeten Stromtarifs mit in die Rechnung einbezogen. Es wird ebenfalls ermittelt, welche Ladeinfrastruktur für den Einsatz von Elektrofahrzeugen erforderlich ist. ingmen richtet sich mit ihrem Angebot sowohl an kleinere Betriebe als auch an Betreiber großer Fuhrparks, die an der Erstellung eines umfassenden E-Konzepts interessiert sind.

Selbstverständlich ist eine Simulation nur so gut wie ihre Annahmen und die tatsächlich erreichbare Reichweite wird in der Praxis von der Fahrweise des Fahrers abhängen. Sie bietet jedoch die Möglichkeit zu ermitteln, ob ein Elektrofahrzeug überhaupt infrage kommen kann. Deshalb sollte man das Ergebnis natürlich noch anhand eigener Erfahrungen überprüfen.

Da mein Arbeitsweg nur etwa 20 Meter beträgt und deshalb für eine Analyse nicht sehr aussagekräftig ist, habe ich ingmen gebeten mir für die Strecke Potsdam – Berlin eine Analyse für den Nissan Leaf und den Renault ZOE zu erstellen.

Mit beiden Fahrzeugen lässt die Strecke Potsdam – Berlin hin und zurück bewältigen ohne in Berlin laden zu müssen. Da die Batterie beim Leaf jedoch bereits im Kaufpreis enthalten ist, beim ZOE dagegen gemietet werden muss, liegen beide Fahrzeuge bei den Kosten weit auseinander.

Reichweitencheck für den Nissan Leaf

Reichweite Nissan LeafLegt man die 74 Kilometer lange Fahrt mit dem Nissan Leaf über die Autobahn zurück, errechnet die Simulationen im besten Fall (ohne Klimaanlage und Heizung) eine Restreichweite von 65 km aus.

Kosten Nissan LeafIm schlechtesten Fall (Winter, max. Heizung) schmilzt diese erwartungsgemäß auf 22 km zusammen.

Insgesamt kann also eine Reichweite zwischen 96 und 139 km mit vollständig geladener Batterie erwartet werden.

Dementsprechend verhält es sich mit den Kosten. Im besten Fall liegen diese bei 5,42 Euro auf 100 Kilometer und im Winter bei 7,89 € / 100 km.

Die vollständige Analyse mit Alternativroute könnt ihr hier herunterladen.

Reichweitencheck Nissan Leaf

Reichweitencheck für den Renault ZOE

Reichweite Renault ZOEFür den Renault ZOE kommt die Simulation zum Ergebnis, dass die Restreichweite im besten Fall bei 77 km liegt, im Winter, wenn man die Heizung verwendet, sind noch 45 Kilometer Restreichweite zu erwarten.

Die Gesamtreichweite des ZOE schwankt im Autobahnfall zwischen 119 und 151 km.

Kosten Renault ZOEDurch die Batteriemiete, die der Check von ingmen auf die variablen Kosten umlegt, sind diese deutlich höher. Im besten Fall liegen diese bei 11,86 € pro Kilometer, im schlechtesten Fall bei 13,01 € / 100 km.

Den vollständigen Reichweitencheck findet ihr hier:

Reichweitencheck Renault ZOE

Fazit

Der Reichweitencheck der ingmen GmbH stellt die zu erwartenden Reichweiten und Kosten einfach und übersichtlich zusammen. Die ermittelten Reichweiten liegen im Bereich dessen, was in der Praxis zu erwarten ist.

Da der Leaf noch nicht einmal ein Jahr in Deutschland auf dem Markt ist und der ZOE erst im Sommer erhältlich sein wird, ist eine genaue Bemessung des Wertverlustes natürlich kaum möglich. Deshalb wurde bei diesem Check bewusst darauf verzichtet.

Dies wäre jedoch ein Punkt, den man, wenn Erfahrungswerte vorliegen, aufnehmen sollte. Bei der Betrachtung der gesamten Kosten, gehört der vermutlich höhere Wertverlust des Leaf dazu. Dann relativieren sich auch die deutlichen Unterschiede bei den Betriebskosten.

ingmen Reichweitencheck kostenlos testen

Die ingmen GmbH bietet den Besuchern von GoingElectric die Möglichkeit die Reichweitenanalyse in der kommenden Woche, bis zum 13.02., kostenlos zu testen. Dazu müsst ihr lediglich ein E-Mail an goingelectric@ingmen.de schicken.

Für die Analyse solltet ihr folgende Daten angeben:

  • Start- und Zielort, Fahrzeug
  • Die Route darf auch zwei zusätzliche Wegpunkte enthalten
  • An jedem Wegpunkt kann Ladezeit in Stunden angegeben werden (230V/16A)
  • Es kann ein persönlicher Stromtarif vorgegeben werden (CO2-Emissionen, Strompreis)
  • Jahreskilometerfahrleistung für Fahrzeuge mit Batteriemiete

Was haltet ihr von der Analyse der ingmen GmbH? Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen.

ingmen Reichweitencheck – kostenlos testen: 1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars 5,00 von 5 Punkten, basieren auf 6 abgegebenen Stimmen.
Loading...
Anzeige
Alle Updates erhälst du auch via
Tausche dich im Elektroauto Forum auf GoingElectric mit anderen über das Thema aus.

9 Gedanken zu “ingmen Reichweitencheck – kostenlos testen

  1. Schöner Versuch, der sicher auch etwas Orientierung liefert. Aber wie unterscheidet das System zwischen einem ZOE mit Wärmepumpe und guter Rekuperation, zu dem es noch keinerlei Erfahrungen gibt und dem Nissan? Was ist mit den sinkenden Kapazitäten im Alter? Ich finde es seltsam, dass der Nissan die bessere Reichweite haben soll. Wie du schon sagst, fehlt auch völlig das individuelle Fahrverhalten. Daher frage ich mich, ob mich so eine Auswertung wirklich weiter bringt oder man mit einfachen Daumenregeln nicht genauso abschätzen kann, ob das Elektroauto der Wahl für einen geeignet ist. Ich halte etwas wie: Winterreichweite im Drittelmix Minus 30% für genauso gut geeignet.

    Wird bei dem Check auch das Höhenprofil der Strecke berücksichtigt?

  2. Hört sich recht ordentlich an und scheint bezüglich der Reichweiten realistisch.

  3. @Nino:
    Danke für Deinen Kommentar. Kurz vorab möchte ich ein kleines Missverständnis klären: Der Nissan Leaf hat in unserer Simulation keineswegs die „bessere“ Reichweite. Sie schwankt zwischen 96 und 139 km. Beim ZOE sind es 119 bis 151 km, also vor allem im Winter eine deutliche Verbesserung.
    Natürlich werden die individuellen Fahrzeugeigenschaften (z.B. Wärmepumpe, Rekuperation, Aerodynamik) von unserer Simulation realistisch berücksichtigt.
    Hinsichtlich der Batteriealterung findest Du Hinweise auf der letzten Seite im Fazit.
    Natürlich berücksichtigen wir in unserer Simulation auch die Topographie.
    Zur Fahrweise: Wir rechnen in unserer Simulation grundsätzlich mit einer gemäßigten Fahrweise. Wenn moderat gefahren wird, ist der Fahrereinfluss nicht besonders groß. Geübte Fahrer können die von uns simulierten Reichweiten etwas übertreffen. Natürlich kann man mit einer betont sportlichen und sehr ineffizienten Fahrweise die Reichweite deutlich reduzieren. Unser Reichweitencheck stellt grundsätzlich die Möglichkeiten eines Fahrzeugs dar.

  4. Ah, stimmt, hab ich im Halbschlaf wohl durcheinander gebracht mit den Reichweiten Leaf/ZOE, sorry! Sehr schön, dass das Höhenprofil berücksichtigt wird und auch die Annahme der Fahrweise klingt sinnvoll.
    Wie gesagt, schöne Orientierung, aber ich würde behaupten, dass man zumindest in Einzelfällen auch mit pessimistischen Pi mal Daumen Schätzungen ebenfalls abschätzen kann, ob ein Elektroauto geeignet ist für das persönliche Anforderungsprofil. Knapp auf Kante würde ich so eine Entscheidung ohnehin nicht treffen wollen.

    Vorteilhaft ist natürlich, wenn man sich nicht so sehr mit den Daten über verschiedene Modelle hinweg auskennt, hier durchaus einen guten Vergleich anstellen kann.

  5. Ergänzung: Mir missfällt etwas die Einberechnung der Akkumiete auf die Wegekosten. Beim Leaf fallen diese Kosten zwar nicht an, allerdings ist dafür der Kaufpreis auch 10.000 Euro höher.

  6. „grenzwertig“ zu bezeichnen ist.

    Die Auswertung ist nach meiner Ansicht sehr treffend. Eine grosse Hilfe , bis man für die Reichweiten mit dem Elektroauto „ein Gefühl bekommt“.

    Eine Integration dieses Programms/ Auswertung zusammen mit einem Routenprogramm unter Anzeige von eventuellen zusätzlichen Ladehalten,( besonders im Grenzbereich / kurz vor dem Ziel mit leerem Fahrakku ) wäre eine tolle Sache….

  7. Tip-top! Diesen Service sollten Autoverkäufer ihren potentiellen Kunden anbieten. Die Analyse ist auch optisch sehr ansprechend.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.