BMW: Reise durch 40 Jahre Elektromobilität

BMW 40 Jahre Elektromobilität

Foto: BMW

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BMW nimmt uns mit auf eine Reise durch 40 Jahre Elektromobilität, die bereits bei den Olympischen Spiele 1972 in München begann. Zyniker würden jetzt wohl sagen, wenig passiert seitdem. Was 40 Jahre Forschung bislang hervorgebracht haben.

BMW 1602 Elektro

BMW 1602 Elektro

Foto: BMW

Elektromobilität bei BMW begann mit dem BMW 1602 Elektro. Angetrieben von einem maximal 32 kW starken Gleichstrom-Nebenschluss-Motor von Bosch, beschleunigte er in acht Sekunden auf 50 km/h. Die 12,6 Kilowattstunden große und 350 kg schwere Blei-Säure-Batterien erlaubten eine Reichweite von 30 km in der Stadt oder 60 Kilometer bei konstanten 50 km/h. Die beiden Versuchsträger wurden unter anderem als Begleitfahrzeuge bei den Olympischen Spielen eingesetzt.

BMW LS Elektro

1975 folgte der BMW LS Elektro. Anders als im 1602 kommt im LS ein Gleichstrom-Reihenschluss-Motor zum Einsatz mit einer maximalen Leistung von 17 kW. Die Fahrleistungen waren dann auch dementsprechend, 11,4 Sekunden auf Tempo 50, Höchstgeschwindigkeit 65 km/h. Die 10,8 Kilowattstunden große Blei-Batterie sorgte für eine Reichweite von 30 km und ließ sich in 14 Stunden an einer Schuko-Steckdose aufladen.

BMW 325iX

BMW 325iX

Foto: BMW

Die darauffolgende Generation machte einen großen Schritt nach vorne. So bot der BMW 325iX in 1987 eine Reichweite von 150 Kilomter. Möglich machte dies der Einsatz einer Natrium-Schwefel-Hochenergiebatterie, die 22 kWh Kapazität bei 265 kg bot. Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit dagegen blieben moderat und lagen bei 9 Sekunden auf 50 km/h beziehungsweise 100 km/h. Dieses Fahrzeug wurde zum ersten Mal im Alltag erprobt und kam bei der Bundespost und bei Landesbehörden und Kommunen zum Einsatz.

BMW E1 und E2

BMW E1

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Mit dem BMW E1 verabschiedeten sich die Münchner vom Gleichstrom-Antrieb. Angetrieben wurden die 25 Versuchsträger von einem permanent erregten Wechselstrom-Drehfeldmotor, der eine Leistung von 32 Kilowatt bot. Als Speicher kamen Natrium-Schwefel und Natrium-Nickelchlorid Batterien zum Einsatz, die eine Kapazität von 19 kWh hatten.

Mit dem neuen Motor verbesserte sich auch die Dynamik deutlich. 0-50 verging in sechs Sekunden und der Vortrieb endete erst bei 120 km/h.

BMW 325 / BMW electric

BMW 325

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Acht BMW 325 nahmen am Anfang der 90er Jahre am damals größten Feldversuch auf der Insel Rügen teil. Die Motorleistung konnte auf bis zu 45 kW erhöht werden und ermöglichte so erhebliche Verbesserungen in Sachen Fahrleistung und Reichweite.

Die 29 kWh große Natrium-Nickelchlorid-Batterie erlaubte eine Reichweite von 150 km in der Stadt, der 45 kW starke Elektromotor eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h von 6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h.

Mini E

Mini E

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Nach dem BMW electric blieb es zehn Jahre ruhig, bis der Mini E vorgestellt wurde. Mehr als 600 Fahrzeuge wurden bislang gebaut und an Privat- und Firmenkunden in den USA und Europa ausgeliefert. Im Mini E kamen zum ersten Mal Lithium-Ionen Batterien zum Einsatz, was die Reichweite gegenüber den Vorgängern deutlich verbesserte. Die 150 kW starke Asynchronmaschine beschleunigt den Mini in 8,5 Sekunden auf 100 km/h und erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 152 Stundenkilometer. Die Reichweite beträgt dank der 35 Kilowattstunden großen Batterie 250 Kilometer.

BMW ActiveE

 

BMW ActiveE

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Seit 2010 hat BMW mehr als 1.000 BMW ActiveE auf Basis des 1er Coupé gebaut, welche weltweit getestet werden. In ihm werden bereits die Antriebskomponenten und Energiespeicher des zukünftigen Megacity Vehicle (i3) im Vorserienstadium erprobt.

Die Hybridsynchronmaschine im ActiveE hat eine Leistung von 125 kW und beschleunigt das Elektroauto in 9 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 145 km/h. Die 32 kWh große Batterie bietet eine Reichweite von 160 km.

Ende 2013 soll dann nach 40 Jahren und zahlreichen Forschungsfahrzeugen mit dem i3 endlich ein elektrisch angetriebenes Serienfahrzeug von BMW angeboten werden.

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5 Gedanken zu “BMW: Reise durch 40 Jahre Elektromobilität

  1. Sehr interessanter Bericht. Das BMW schon so lange experimentiert war mir neu.
    Besonders der Mini E wäre mit den Techn. Daten von „gestern“ und zu vernünftigen Preisen von „heute“ ein Knaller.
    vg lingley

  2. Für so einen hübschen E1 oder E2 mit modernem Lithium-Akku würde ich einiges investieren. Noch eine ordentliche Hinterradverkleidung dran und das Ding wäre ziemlich windschnittig.

  3. Mini E und ActiveE finde ich ebenfalls nicht schlecht. Die würde ich glatt nehmen, wenn es sie zu kaufen gäbe

  4. Pingback: electrive.net » Car2Go, Niedersachsen, Ferrari, Epromo, Veelo, Renault.

  5. Schöne Timeline! Das erste mir bekannte E-Auto war die Elektrische Viktoria, allerdings weiß ich nicht welcher Automobilhersteller für die Erfindung verantwortlich war. Ich bin schwer am überlegen ob ich mir bald ein E-Auto zulege, da ich in der Stadt nur Kurzstrecken zurück legen muss. Seit der gestrigen Meldung mit dem chinesischen E-Auto und dem Rekord Elektroantrieb der rund 800km zurück gelegt hat, blicke ich positiv in die E-Zukunft 🙂

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