Plug-In kaufen, aber nur mit Benzin fahren

Niederländer kaufen Plug-In Hybride, fahren aber nur mit Benzin

Foto: Opel

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Klingt im ersten Moment unlogisch, warum sollte man den Aufpreis bezahlen, dann aber nicht vom Verbrauchsvorteil profitieren wollen? In den Niederlanden ist das jedoch durchaus Realität, staatliche Kaufanreize machen es möglich.

Dies hat das niederländische Leasingunternehmen Arval herausgefunden. In den Flotten, die Plug-In Hybride von Opel Ampera über Chevrolet Volt bis zum Toyota Prius Plug-In umfassen, lagen die Verbräuche im Mittel um 80 Prozent über der Werksangabe. An der Spitze lag ein Ampera mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,8 Liter auf 100 Kilometer.

Jetzt sind Steckdosen nicht etwa Mangelware in den Niederlanden, nein, die Menschen sind einfach zu faul ihr Auto aufzuladen und gebrauchen es wie sie es von Fahrzeugen mit herkömmlichen Antrieb kennen.

Jetzt muss man sich natürlich zwangsläufig die Frage stellen, warum das so ist. Nun, in den Niederlanden werden elektrisch angetriebene Fahrzeuge, egal ob reines Elektroauto oder Plug-In Hybrid, sehr stark gefördert. Und zwar so stark, dass sie plötzlich günstiger werden als konventionell angetriebene Fahrzeuge.

Liebe Niederländer, so war das eigentlich nicht gedacht.

Laut Arval, würden die meisten mit einem konventionell angetriebenen Fahrzeugen weniger verbrauchen. Falsch benutzt, ist der Plug-In Hybrid damit mehr Rück- als Fortschritt.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Fahrer, die das maximale Potential des Hybrid-Antriebs ausschöpfen. Bester der Untersuchung war ein Opel Ampera mit einem Verbrauch von 0,4 Liter pro 100 km.

Auch wenn diese Ergebnisse Zweifel am Erfolg der staatlichen Subventionen laut werden lassen, die Automobilhersteller freut es. Opel hat 2.500 Ampera verkauft und erwartet stabile Verkaufszahlen von 300 Fahrzeugen pro Monate. 500 Chevrolet Volt fanden in diesem Jahr einen neuen Besitzer und Toyota erwartet in diesem Jahr 1.500 Plug-In Prius zu verkaufen.

via: groen7.nl

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2 Gedanken zu “Plug-In kaufen, aber nur mit Benzin fahren

  1. Wie hoch sind denn die Prämien in den Niederlanden? Fragt sich, ob das Privatleute sind, oder Firmenwagen – womöglich mit mehreren Benutzern die nicht richtig eingewiesen wurden, oder wo Tagsüber zwischen den Fahrten keine Zeit zum Laden bleibt. Die Wohnungssituation spielt sicher auch eine Rolle.

  2. Niederlande
    In den Niederlanden entfällt beim Kauf eines elektrisch betriebenen Autos die Luxussteuer (BPM), die bis zu 35 Prozent des Fahrzeugpreises beträgt. Des Weiteren entfällt die Kfz-Steuer. Neben Elektroautos gelten die Steuererleichterungen auch für Hybrid- und Plug-In-Hybrid-Autos. Privatpersonen sparen somit über einen Zeitraum von vier Jahren durchschnittlich einen Betrag von 5.324 Euro, Unternehmen etwa 19.000 Euro über fünf Jahre. Steuererleichterungen gibt es ebenfalls für Dieselfahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß unter 95 g/km bzw. 110 g/km bei Fahrzeugen mit Ottomotor.
    In Amsterdam stehen spezielle für Elektroautos reservierte Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die jahrelange Wartezeit auf einen Parkplatz im Innenstadtbereich wird somit verkürzt.

    Quelle: http://www.zukunft-mobilitaet.net/6760/elektromobilitaet/foerderung-elektroautos-weltweit-usa-deutschland/

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