ebuggy: Reichweitenverlängerer im Anhänger [Video]

ebuggy Batterie Anhänger

Foto: ebuggy

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Die Idee hinter ebuggy ist eigentlich ganz einfach. Für die alltäglichen Fahrten reicht ein Elektroauto mit recht geringer Reichweite, da die wenigsten von uns mehr als 50 Kilometer pro Tag zurücklegen. Bei längeren Fahrten nimmt man sich einfach einen ebuggy an einer Leihstationen an der Autobahn.

Bis zu vier Stunden soll man auf der Autobahn fahren können, bis die Batterie des Anhängers erschöpft ist. Im Zielgebiet angekommen, gibt man den ebuggy einfach wieder ab und fährt die letzten Kilometer mit der eigenen Batterie.

Damit wären zumindest mittellange Strecken ohne lange Ladepausen möglich. Die Kosten sollen dabei unter denen von Benzin- und Dieselautos liegen.

Nach der Registrierung wird man einen Einbausatz erhalten, der aus Anhängekupplung, Anschlussdose und Display besteht. Mit der ebuggy-Card kann man dann an jeder ebuggy-Station einen Batterie-Anhänger ausleihen und zurückgeben. Die verwendete Energie wird dabei automatisch berechnet und gebucht.

Ein erster Prototyp des ebuggys hat nun seine Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. Als nächstes soll dieser zur serienreife entwickelt und ein kleines Testnetzwerk aufgebaut werden.

Ein interessantes Konzept, das übrigens vom BmWi gefördert wird, ob es allerdings in der Realität funktioniert, da bin ich mir nicht so sicher.

Zum einen wäre da der Anhängerbetrieb. Die Höchstgeschwindigkeit ist dabei auf Tempo 80 bzw. 100 beschränkt und die Leistungsfähigkeit sinkt durch das zusätzliche Gewicht des Anhängers deutlich. Auch kenne ich nicht wenige, die sich mit einem Anhänger hinter dem Auto nicht gerade wohlfühlen.

Zum anderen sind weitere Alternativen in der Mache, die mich am Erfolg von ebuggy zweifeln lassen, zum Beispiel Better Place mit dem Konzept des Batteriewechselns. Mit dem Better Place System lässt man seine Batterie einfach in wenigen Minuten gegen eine volle austauschen. In Deutschland ist dies allerdings noch nicht verfügbar und auch in Israel und Dänemark kommt die Entwicklung nur langsam voran.

Auch die steigenden Reichweiten sowie Fortschritte bei der Ladeleistung lassen hoffen, dass sich Ladepausen auf unter 15 Minuten verkürzen und schon in den nächsten Jahren nur noch alle 300 – 400 Kilometer nötig sein werden.

Mit den Fortschritten der Automobilhersteller bei Reichweite und Ladezeit, werden es Anbieter von alternativen Konzepten wie ebuggy und Better Place schwer haben. Denn selbst auf langen Fahrten macht man ja doch alle paar Stunden Pause und kann diese dann zum Laden nutzen.

weitere Informationen: ebuggy.com

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Ein Gedanke zu “ebuggy: Reichweitenverlängerer im Anhänger [Video]

  1. Irgendwie gut die Idee – irgendwie aber doch etwas lächerlich. Für das Image von Elektroautos und für Skeptiker sicher ein gefundenes Fressen, sich über die E-Mobile lustig zu machen.

    Für viele Elektroautos gibt es gar keine Anhängervorrichtung – so ist diese z.B. für den Zoe nicht vorgesehen. So etwas kriegt man auch sehr schwer typisiert, wenn es vom Hersteller nicht vorgesehen ist.

    Besser fände ich es, wenn aller Hersteller mehr an einem Strang ziehen würden u. die Super-Batterie mit 500 – 1.000 km Reichweite herausbringen würden.…

    siehe auch:
    http://www.elektroauto-infos.com/toyota-news-elektroautos-mit-1-000-km-es-ist-moglich/

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