GM verliert mit jedem Chevy Volt / Opel Ampera 40.000 Dollar

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Diese Nachricht dürfte für die wenigsten wirklich überraschend sein. Ein neues Fahrzeugkonzept, bei dem erst einmal viele Geld in die Entwicklung neuer Technologien gesteckt werden muss, bei vergleichsweise niedrigen Verkaufszahlen, das kann nicht Kostendeckend sein. Wenn man jedoch den Zahlen von Yahoo Finance Glauben schenken mag, verliert General Motors mit jedem Chevrolet Volt / Opel Ampera bis zu 40.000 Dollar.

Um es vorweg zu nehmen, General Motors dementiert diese Zahlen, gibt jedoch zu, dass sich die Investitionskosten in neue Technologien erst nach vielen Jahren rechnen werden.

Laut Yahoo Finance betragen die Kosten bei den bisher 21.500 verkauften Volt / Ampera pro Fahrzeug:

Fixkosten

  • Entwicklungskosten: 18.650 Dollar
  • Werkzeugkosten: 37.350 Dollar

Produktionskosten

  • Standard-Teile, Material, Lohn: 12.000 Dollar
  • Spezial-Teile, Material, Lohn: 12.000 Dollar

Dies summiert sich auf insgesamt 80.000 Dollar. Marketing und administrative Kosten sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

Bei einem Verkaufspreis von knapp 40.000 Dollar in den Vereinigten Staaten, macht GM mit jedem Fahrzeug etwa 40.000 Dollar Verlust.

Auch wenn diese Zahlen laut GM nicht ganz richtig sind, die Richtung wird in etwa stimmen. Ganz überraschend sind die Zahlen auch nicht wirklich.

Die Entwicklungskosten werden sicher ein Mehrfaches eines konventionellen Fahrzeugs betragen haben (man spricht von etwa 1,2 Milliarden Dollar), gleichzeitig sind die Verkaufszahlen von Volt und Ampera auf einem niedrigen Niveau.

Mit jedem weiteren verkauften Volt / Ampera werden die Fixkosten jedoch weiter sinken. GM selbst erwartet mit steigendem Volumen und der zweiten Generation des Volt die ersten Gewinne einzufahren.

via: Yahoo Finance und AutoBlogGreen

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7 Gedanken zu “GM verliert mit jedem Chevy Volt / Opel Ampera 40.000 Dollar

  1. Hallo Goingelectric,

    ich lese diesen Blog ja gerne, aber bitte nicht nur Abschreiben sondern auch kritisch hinterfragen – zu dieser „Meldung“ haben andere Blogs eine wesentlich differenzierte Berichterstattung geschafft – siehe ABG etc …

    Die Rechnung hinkt alleine schon weil hier ein neuer Antriebsstrang auf die ersten Verkäufe der Autos umgelegt wird – das ist wie wenn BMW einen neuen Motor entwickelt und man die Entwicklungskosten auf die ersten paar Autos umlegt …

    Das Voltec System wird GM die nächsten Jahrzehnte begleiten und über diesen Zeitraum müssen die Kosten auf alle Absätze berechnet werden, nicht auf die ersten paar Tausend Autos.

  2. Ich finde es auch bedenklich, dass Blogger mehr und mehr dazu übergehen, jeden von Lobbyisten gestreuten Müll aus der Presse übernehmen, ohne ihn zu hinterfragen 🙁

  3. Hallo Christian, hallo hmpf.

    Die Aussage ist sicher provokativ, auf die bisher verkauften Fahrzeuge bezogen, jedoch bestimmt nicht so weit daneben.

    Dass diese Zahlen aus der Investition in neue Technologien resultieren und sich mit jedem weiteren verkauften Volt / Ampera verbessern werden, habe ich geschrieben. Ebenso, dass General Motors selbst angibt erst mit der zweiten Generation und steigenden Stückzahlen Gewinne zu erwarten.

    Mir geht es weder darum Volt, noch Ampera oder General Motors schlecht zu schreiben. Im Übrigen empfinde ich diese Nachricht auch nicht als negativ. Warum auch?

    Um es vlt noch einmal etwas klarer zu formulieren:
    Diese Zahlen sehen bei allen Herstellern, die viel Geld in eine neue Technologie gesteckt haben und nur geringe Stückzahlen verkaufen, so aus. Das war bei der ersten Generation des Prius so und wird auch bei den Elektroautos von Renault / Nissan so sein. Selbst Bloggers-Liebling, der Tesla Model S, weist derzeit noch ein sehr dickes Minus pro Fahrzeug auf.

    Auf der anderen Seite erklären solche Zahlen auch die Zurückhaltung mancher Hersteller, die sich scheuen in neue Technologien zu investieren und den Gewinn vlt erst nach vielen Jahren einzufahren.

    Ich finde die Zahlen einfach sehr interessant, sodass ich sie hier teilen wollte. Nicht mehr und nicht weniger.

  4. Was Guy schreibt ist insgesamt korrekt, aber der provokative Anschein der Formulierung „macht pro Auto Verlust“ suggeriert ja erst mal, dass dieser mit jedem verkauften Auto steigt anstatt fällt. Beim EV1 wurde eine ähnliche Rechnung dann als Argument zur Einstellung des Projekts benutzt, obwohl das Auto in der Massenproduktion (20.000-30.000 Exemplare pro Jahr) in der Herstellung nur 15.000 Dollar gekostet hätte, was zu einem realistischen Verkaufspreis von 33.000 Dollar geführt hätte.

  5. Nun gut, wenn wir uns einige sind, dass der Titel zwar provokativ, der Artikel jedoch inhaltlich korrekt ist, dann kann ich damit leben.

    Im Nachhinein hätte ich vlt. besser noch ein ’noch‘ im Titel hinzufügen sollen.

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