Elektroauto Verkaufszahlen – Markt weiterhin schwach

Opel Ampera

Foto: Opel

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Laut dem Focus ist der Elektroauto-Markt weiterhin sehr schwach. Zwar konnten die Zulassungszahlen im in den ersten sieben Monaten 2012 deutlich gegenüber dem Vorjahr zulegen, von einer deutlichen Steigerung sind wir jedoch noch weit entfernt. Besonders die Verkaufszahlen des Opel Ampera enttäuschen.

Der Opel Ampera, sofern man ihn zu den Elektroautos zählen mag – der Focus tut es jedenfalls, sichert sich mit 629 verkauften Exemplaren den ersten Rang. Jedoch meine ich mich erinnern zu können, dass vor der Markteinführung von 6.000 bestellten Exemplaren die Rede war. 629 in sieben Monaten ist davon jedenfalls sehr weit entfernt.

Mit 269 verkauften Einheiten liegt der Nissan Leaf auf Rang zwei, knapp vor dem Citroën C-Zero mit 256 neuen Zulassungen. Es folgen Peugeot iOn mit 200 und smart fortwo electric drive mit 131 Neuzulassungen.

Danach werden die Zahlen schon zweistellig: Mercedes A-Klasse E-Cell (62), Mitsubishi i-MiEV (47), Tesla Roadster (44) und VW Golf Blue-e-Motion mit 32 Neuzulassungen.

Einzig der Renault Twizy verkauft sich gut, 1.757 davon wurden von Januar bis Juli neu zugelassen.

Die Zahlen zeigen, dass sich der Elektroauto Markt zwar entwickelt, jedoch mit einer Geschwindigkeit, die für das Erreichen von eine Million Elektroautos in Deutschland in 2020 sehr deutlich zu niedrig ist.

Sicher, die Auswahl an Elektroautos ist noch sehr gering und für die Meisten einfach nicht attraktiv. Ein Großteil der Neuzulassungen dürften deshalb, wie schon in 2011, von Firmen zugelassen worden sein. Nur 100 von den 2000 in 2011 neu zugelassenen Elektroautos sollen in die Hände von Privatkunden gegangen sein. Das Verhältnis dürfte auch in diesem Jahr ähnlich sein.

Brauchen wir etwa doch deutliche Kaufanreizen von Seite des Staats oder muss das Elektroauto für die Massen erst noch gebaut werden?

Elektroauto Neuzulassungen Januar bis Juli 2012 im Überblick

  • Opel Ampera – 629
  • Nissan Leaf – 269
  • Citroën C-Zero – 256
  • Peugeot iOn – 200
  • smart fortwo electric drive – 131
  • Mercedes A-Klasse E-Cell – 623
  • Mitsubishi i-MiEV – 47
  • Tesla Roadster – 44
  • VW Golf Blue-e-Motion – 32
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7 Gedanken zu “Elektroauto Verkaufszahlen – Markt weiterhin schwach

  1. Das Problem ist, dass die interessanten Autos für Privatleute erst noch kommen. Ein Leaf ist nett, aber potthässlich. Ein Ampera ist cool, aber viel zu teuer und nicht Fisch, nicht Fleisch. i-Miev & Co? Auch ein optischer Unfall! Smart ED? Zu klein/teuer.

    Normale kleine bezahlbare und optisch ansprechende Autos braucht es. Da ist der Renault ZOE der erste und ich bin überzeugt, dass der sich ähnlich wie der Twizzy verkaufen wird, wenn nicht sogar besser!

  2. Sehe ich genauso! Das Auge kauft doch auch mit. Ein potthässlicher Benziner verkauft sich eben auch nicht gut! Der ZOE ist schick und wird sich mit Sicherheit gut verkaufen! Leaf und besonder Imiev sind zu teuer! SMART ja sowieso!

  3. Hallo,
    leider verschweigt jeder Bericht dass der Großteil der Twizzy Verkäufe Demoautos für die Renault Händler sind 🙁

    Jeder Renault Händler der ZE Modelle verkaufen will hat min. einen von denen als Dauer-Demo und Reperaturfahrzeug gekauft – das relativiert die anscheinend hohen Verkaufszahlen dann doch deutlich und bringt sie auf Ampera Niveau zurück …

    Gruß, Christian
    der selber Ampera fährt und im Schnitt pro Tag 130km rein elektrisch unterwegs ist 🙂

  4. Sicher stammt ein gewisser Anteil der Neuzulassungen von Händlern.

    Ich kann mir jedoch kaum vorstellen, dass das bei Opel anders gehandhabt wird 😉

  5. Pingback: Elektroauto Zulassungszahlen 1. Halbjahr 2012 | Elektroauto Blog

  6. Kann ich nur beipflichten. Hoffentlich ist es bald soweit und mehr ansehnliche Elektroautos für Normalsterbliche kommen auf den Markt. Opel macht es ja mit dem schicken (noch recht teuren) Ampera vor. Auch die Renaults gefallen mir. Würde mich über einen schicken, bezahlbaren E-Audi freuen…

    Verstehe ansonsten grundsätzlich nicht warum die Designer vieler Hersteller gerade bei den E-Autos so nachlässig sind und eine Augenbeleidigung nach der nächsten entwerfen…

  7. Hallo?? Kriegt es noch jemand mit ? Es dauert heutzutage immernoch 8-10 Stunden so ein Auto zu laden . Die viel zitierten 30 min bis 80 Prozent gibts nur mit Drehstrom und soweit ich weiss haben längst nicht alle Hauhalte Drehstrom. Wäre eine Lösung fürs flotte nachtanken gefunden , denke ich stünde dem E-Auto eine rosige Zukunft ins Haus. Unsere Botendienste legen übrigens am Tag ca 100 km zurück. Daher wäre max der Ampera eine Alternative.

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