EVTV Friday Show – 7. Oktober 2011

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Was liegt näher als, ein Blog über Elektroautos und Elektroautoumbauten mit einem Bericht über die wohl bekannteste Show in der Elektroautowelt, EVTV, zu beginnen.

EVTV ist eine wöchentliche Show, die von Jack Rickard und seinem ‚Compadre and Consigliore‘ Brian Noto moderiert wird. Sie wird ausschließlich im Internet verbreitet und kann auf der Internetseite von EVTV und dem Youtube-Kanal von Jack Rickard angesehen werden. Anders, als es der Titel der Show, Friday Show, vermuten lässt, erscheint die neueste Ausgabe allerdings nicht freitags, sondern wird dann aufgezeichnet. Sonntags / montags wird sie dann üblicherweise veröffentlicht. Thema der Sendung sind hauptsächlich ihre eigenen Umbauten, Auswahl der richtigen Komponenten, aber auch Neuigkeiten rund um Elektroautos, über die sie in aller Ausführlichkeit berichten.

Genug der Einleitung, in der aktuellen Show ging es um folgende Themen:

News

Pipistrel, ein Slowenisches Unternehmen, hat mit seinem elektrisch angetriebenen Taurus G4 die NASA Green Flight Challenge 2011 gewonnen. Ziel dieses Wettbewerbs war es 200 Meilen bei 100 Meilen pro Stunde zu fliegen.

Tesla hat bekannt gegeben, dass sie für den in 2012 auf den Markt kommenden Model S einen eigenen Ladestecker entwickelt haben und sich nicht an den in den USA Quasi-Standard, J1772, halten werden. Ausgelegt ist er für 20 kW Wechselstrom und beeindruckende 90 kW Gleichstrom.

Der Model S soll mit der größten Batterie eine Reichweite von 420 Meilen (676 km) erreichen. Geplant ist auch eine Sport-Version, welche den Sprint auf 100 km/h in unter 4,5 Sekunden erledigt.

Evnetics plant eine limitierte Sonderedition seines Controllers für Gleichstrom Motoren, welche unter dem Namen Shiva laufen wird. 25 Einheiten mit einer Leistung von einem Megawatt, 3000 Ampere Spitze und 2500 A Dauerstrom bei 360 Volt. Günstig ist er allerdings nicht, 7500 $ soll er wohl kosten. Da solch ein Controller aber nur in Rennanwendungen Sinn macht, ist das ein Preis, den man dafür sicher gerne bezahlen wird.

Passend dazu soll es von Netgain Motors eine Sonderversion des 11″ HV geben. Einziger Unterschied zum normalen 11″ HV wird der geteilte Kommutator sein, was für eine bessere Verteilung der Wärme sorgen soll. Da dabei das integrierte Lüftungsgebläse zum Opfer fällt, muss auf eine externe Versorgung mit Kühlluft gesetzt werden.

Berichte

Sebastien Bourgeois, Präsident von Evnetics und Rebirth Auto, erregte mit seinem 911 Porsche aus dem Jahr 1978 großes Aufsehen auf der Evccon. Angetrieben wird er von zwei WarP 9, welche natürlich von einem Soliton 1 im Zaum gehalten werden. Die nötige Energie liefern 576 Headway 8 Ah Zellen. Verschaltet sind sie als 6 parallele Zellen, davon 96 in Reihe. Dies ergibt eine 96S6P Batterie mit 307 V und 48 Ah. Ein sehr schöner und professioneller Umbau wie ich sagen muss. Auf jeden Fall Wert einen Blick darauf zu werfen.

Im nächsten Segment geht es um die Fortschritte am eCobra Projekt. eCobra basiert auf einem Cobra Kit von B&B Manufacturing und wird für Aptima Motors entwickelt, die dort in Serie gehen soll. Angetrieben wir sie von einem Netgain Warp 11 HV und einem NetGain Controls Warp Drive Industrial. Zur Kühlung des Controllers wurde die Pumpe aus einem Toyota Prius verwendet in Kombination mit einem Wärmetauscher. Auch das Armaturenbrett sieht schon komplett aus, wobei die Anzeigen noch ihren eigenen Sinn zu haben scheinen. Bis zu nächsten Show haben die beiden das sicher auch im Griff.

Danach stellt Jack das Ladegerät vor, welches er in der eCobra verwendet. Die Batterie soll in 8 oder weniger Stunden geladen werden, nicht so einfach bei über 40 kWh Kapazität. Jack hat sich deshalb für ein PFC 5000 von Elcon entschieden. In der eCobra befinden sich 138 Winston/Thundersky 90 Ah Zellen, davon jeweils 2 parallel. Dies ergibt 180 Ah bei 231 V. Geladen werden sie allerdings auf 1,65 Volt pro Zelle, was 251,85 V ergibt. Die 192XX Version des PFC 5000 mit einer maximalen Spannung von 272 V sollte deshalb passen. Die Elcon Ladegeräte sind nicht frei einstellbar, sondern werden mit 10 auswählbaren Ladekurven vorprogrammiert, dies bietet die Möglichkeit die Batterie im Nachhinein noch um ein paar Zellen zu verändern. Als Ladealgorithmus empfielt Jack 502. Es folgt eine sehr ausführliche Beschreibung wie man den Lader einstellt und montiert, Diskussion ob ein Batterie Management System nötig ist oder nicht und ein Video des Ladevorgangs.

Im letzten Video demonstriert Jack, dass die eCobra mit einem J1772 Ladestecker geladen werden kann. Netzseitig wird dabei eine Ladestation von ClipperCreek verwendet. Die Kommunikation mit der Station übernimmt im Auto ein Board von Modular EV Power. Dies erlaubt es die eCobra an jeder J1772 Ladestion zu laden.

Zum Schluß werden noch ein paar Fotos von der vergangenen EVCCON gezeigt.

Alles in allem mal wieder eine etwas lange Episode, ein paar interessante Dinge waren aber doch dabei. Mir hat vor allem Sebastiens 911 gefallen.

Was haltet ihr von EVTV? Kennt ihr noch andere gute Sendungen?

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